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Aktualisiert: vor 1 Stunde 44 Minuten

Worker’s Club: Nächstes Treffen am 20. März um 19 Uhr

7. März 2019 - 21:47

Der Worker’s Club geht in die nächste Runde

Dass schlechte Bezahlung, miese Arbeitsbedingungen und Vereinzelung sich leider immer noch nicht einfach so in Luft auflösen können ist allzu schade. Um dem aktiv entgegenzutreten laden wir euch erneut zum Worker’s Club am 20.03 um 19 Uhr ins Centro, in Rödelheim ein.

Mit dem Worker’s Club wollen wir eine Möglichkeit schaffen der Vereinzelung und gefühlter Ohnmacht etwas entgegenzusetzen. Wir wollen so eine Plattform bieten, uns solidarisch zusammenzutun, sei es entlang von Arbeitsplätzen oder -feldern, um auf diese Weise gemeinsame Kämpfe führen zu können. Gleichzeitig wollen wir auch einen Ort der Reflexion und des Austauschs bieten.

In den letzten Treffen haben wir uns über Arbeitsverhältnisse im Sozialen Bereich ausgetauscht und dabei die Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer konkreten Erfahrungen und Probleme kennengelernt sowie gemeinsam Möglichkeiten praktischer Solidarität ausgelotet. Ebenfalls haben wir über Perspektiven und Grenzen linker Betriebsratsarbeit diskutiert und sind damit einhergehend der Frage nach der Möglichkeit von Arbeitskämpfen bei sozialen Trägern nachgegangen.

Beim nächsten Treffen wollen wir uns mit den Arbeitsbedingungen im öffentlichen Sektor beschäftigen. Dazu wird es einen Input zur Kritik der politischen Ökonomie des öffentlichen Sektors geben. Auch und gerade im öffentlichen Sektor wird gesellschaftlich notwendige Arbeit, Arbeit für andere, geleistet. Diese Notwendigkeit lässt sich jedoch nicht am Kriterium der Profitabilität bemessen. Deswegen wollen wir uns gemeinsam fragen, was der öffentliche Sektor ist und welche Probleme in der Arbeit hier auftreten. Inwiefern machen wir in unserem Arbeitsalltag Ausbeutungs- und Widerspruchserfahrungen? Welches gesellschaftsverändernde Potenzial birgt die Kritik an den alltäglichen Problemen? Zuletzt: Was müsste sich ändern, damit diese nicht mehr auftreten?

Wie bei allen Treffen gilt dabei, dass der Soziale Bereich nur ein Arbeitsfeld von vielen darstellt, die es in Bezug auf ihren Zusammenhang mit der Totalität kapitalistischer Verhältnisse zu analysieren gilt und innerhalb derer es sich zu kämpfen lohnt. Daher ist es auch kein Problem, wenn ihr selbst nicht im Sozialen Bereich arbeitet (oder zur Zeit vielleicht überhaupt nicht am Lohnarbeiten seit) – wir freuen uns, wenn ihr vorbeikommt und eure Erfahrungen in die Diskussion mit einbringt! Denn der Worker‘s Club soll vor allem ein Forum bieten den alltäglich zu erleidenden Ohnmachtserfahrungen im Lohnarbeitskontext durch die gemeinsame Diskussion und mit einem solidarischen Umgang etwas entgegenzusetzen.

Wenn ihr bei den letzten Treffen nicht dabei sein konntet, ist das natürlich schade, aber keinesfalls ein Hindernis, jetzt noch einzusteigen. Die Treffen werden immer so gestaltet, dass alle immer teilnehmen können!

Positionierung für ein solidarisches, feministisches Miteinander im bundesweiten Frauen*streikbündnis und gegen jeden Antisemitismus

6. März 2019 - 18:18

Positionierung für ein solidarisches, feministisches Miteinander im bundesweiten Frauen*streikbündnis und gegen jeden Antisemitismus

Auch für einzelne Personen des Frauen*streikbündnis Frankfurt hat die im bundesweiten Frauen*streikbündnis seit Göttingen aufgekommene Auseinandersetzung um Antisemitismus und Antizionismus eine zentrale Bedeutung für die künftige gemeinsame Zusammenarbeit.

Da Antisemitismus und Antizionismus noch immer tagtäglich in der Gesellschaft anzutreffen ist, wollen wir uns, als im Frankfurter Frauen*streikbündnis engagierte Frauen*, gegen jede Form von Antisemitismus und Antizionismus aussprechen.Das bedeutet konkret, dass wir Sprecher*innen, die sich antisemitischer und antizionistischer Positionierungen und Sprache bedienen, hierfür keine öffentliche Plattform im Rahmen des Bündnisses bieten wollen.

Unter Antisemitismus fällt für uns unter anderem:

-Die Aberkennung des Existenzrechts Israels und dessen Recht auf Selbstverteidigung.-Historische Vergleiche der israelischen Politik gegenüber Palästinenser*innen mit der Judenverfolgung im NS-Regime.

-Die Beurteilung der israelischen Politik mit einem Doppelstandard: Man verurteilt bestimmte politische Maßnahmen in Israel, jedoch in anderen Ländern – insbesondere des Nahen und Mittleren Ostens – nicht.

-Die Übertragung antisemitischer Stereotype auf den israelischen Staat. Israel wird so zum „kollektiven Juden“ gemacht. Eigenschaften, die normalerweise der Abwertung von Jüd*innen dienen, werden auf Israel projiziert und zu dessen Abwertung und politischer Isolierung verwendet.

-Die Verantwortlichmachung von Jüd*innen für die Politik Israels. Die Kritik an der Politik Israels wird damit zur Rechtfertigung der generellen Ablehnung von Jüd*innen instrumentalisiert.

Wir, als am Frauen*streikbündnis Frankfurt Beteiligte rufen daher dazu auf, sich gegen jede Art von menschenfeindlichen Äußerungen und Handlungen in diesem Kontext stark zu machen und für ein solidarisches, feministisches Miteinander im Bündniskontext einzutreten.Zudem erachten wir es für eine Fortführung der bundesweiten Kooperation und Zusammenarbeit für essenziell, den seit dem bundesweiten Treffen in Göttingen existierenden Konflikt im Laufe des Jahres 2019 systematisch aufzuarbeiten und zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu kommen, dass der Frauen*streik künftig keine Bühne für antisemitische und antizionistische Positionierungen darstellt.Verfasst von Teilen des Frauen*streikbündnis Frankfurt

Aufruf zum Frauen*Streik-, Protest- und Aktionstag in Frankfurt am 8. März 2019!

28. Februar 2019 - 22:25

Klassenkampf heißt Frauen*streik!
Daher: Kommt am 08. März um 15:30 Uhr zur Frauen*streik Demo! Start: Kaisersack.

Der Aufruf des Frauen*streik-Bündnisses Frankfurt:

Wenn wir streiken, steht die Welt still.

Am 8. März ist Internationaler Frauen*kampftag. Schon seit über 100 Jahren streiken, streiten und kämpfen wir für unsere Rechte und ihre Verwirklichung. Auf der ganzen Welt stehen Frauen* auf, organisieren sich und kämpfen für ein solidarisches und selbstbestimmtes Leben ohne Ausbeutung, Diskriminierung, Gewalt, Sexismus und Unterdrückung. Sie stehen auf gegen rechte und faschistische Regierungen und Parteien mit ihrer Frauen*verachtung, gegen die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und gegen Kriege um Macht- und Einflussgebiete, die unzählige Menschen zur Flucht zwingen.

Mit Streiks und Massendemonstrationen legten Frauen* in Spanien und Lateinamerika am 8. März 2018 das öffentliche und private Leben lahm. Diesen Weg finden wir richtig. Gründe zum Streiken haben wir genug!

Wir werden tagtäglich mit diskriminierendem Verhalten, verletzenden Witzen, Kommentaren, verbalen und physischen Übergriffen, körperlicher und psychischer Gewalt, im privaten und öffentlichen Leben, angegriffen, verletzt und klein gemacht. Bestehen wir auf unserem Recht auf körperliche Selbstbestimmung, werden wir bevormundet und kriminalisiert. Unser aller demokratischen Rechte auf Selbstbestimmung und Teilhabe werden immer mehr eingeschränkt. Besonders geflüchtete und illegalisierte Frauen* erleben tagtäglich Repression, wenn sie sich für ihre Selbstbestimmung und ihre Rechte einsetzen. Viele von ihnen leben in Rechtlosigkeit und in der ständigen Angst vor Abschiebung. Frauen*rechte werden instrumentalisiert, um rassistische Hetze zu betreiben und das Recht auf Asyl und Flucht gänzlich auszuhebeln.

Unsere Arbeit wird geringgeschätzt oder oft gar nicht erst als solche angesehen. Frauen* verdienen in Deutschland im Schnitt 22% weniger als Männer. Viele von uns können davon nicht eigenständig leben und im Alter kommen wir mit unserer Rente kaum oder gar nicht über die Runden. Das ist der „Dank“ dafür, dass wir zu Hause unzählige unbezahlte Stunden an Erziehungs-, Haushalts- und Pflegearbeit leisten. Frauen* leisten jeden Tag zusätzlich das 1,6 fache an unbezahlter Sorgearbeit. Manche von uns tun dies zusätzlich schlecht bezahlt im Zuhause anderer. Für Partner*innen, Angehörige, Freund*innen und Kolleg*innen leisten wir oft emotionale Unterstützung. So verschieden wir sind, es ist die kapitalistische Gesellschaft, die unsere unterbezahlte Arbeit im Betrieb und unsere unbezahlte Arbeit zu Hause braucht und von ihr profitiert. Ob wir mit dem Kugelschreiber, dem Schraubenschlüssel, dem Computer oder dem Besen in der Hand arbeiten, ob wir dafür einen Lohn bekommen oder nicht, ob wir erwerbslos sind oder noch in der Ausbildung, egal wo wir geboren sind, egal welchen Pass oder Aufenthaltsstatus wir haben – weil wir unsere Lage nicht mehr klaglos und selbstverständlich hinnehmen, schließen wir uns zusammen und entwickeln gemeinsam unsere Stärke! Wir sagen laut und entschlossen: Schluss mit der Ausbeutung von Frauen*!

Es reicht! Lasst uns am 8. März zusammen aktiv werden, streiken, protestieren und auf die Straße gehen – mit unseren vielfältigen Anliegen und Aktivitäten! Machen wir unseren Protest, unsere Forderungen und unsere Vorstellungen von einer geschlechtergerechten und solidarischen Gesellschaft jenseits von Patriarchat und Kapitalismus sicht- und erfahrbar!

* Das Sternchen soll verdeutlichen, dass es sich bei Geschlecht um ein Spektrum vielfältigster Geschlechtsidentitäten, Körperlichkeiten und Ausdrucksweisen handelt. Wenn also von »Frauen*« die Rede ist, sind nicht nur cis-Frauen gemeint, also Frauen, bei denen Geschlechtsidentität und bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht übereinstimmen. Das Sternchen dient der Inklusion diverser Geschlechtsidentitäten, welche jedoch als »Frauen« behandelt werden.

Der Worker’s Club geht in die nächste Runde

14. Februar 2019 - 22:44


Dass schlechte Bezahlung, miese Arbeitsbedingungen und Vereinzelung sich leider immer noch nicht einfach so in Luft auflösen können ist allzu schade. Um dem aktiv entgegenzutreten laden wir euch erneut zum Worker’s Club am 20.02 um 19 Uhr ins Centro, Alt-Rödelheim 6 in 60489 Frankfurt a.M. ein.

Mit dem Worker’s Club wollen wir eine Möglichkeit schaffen der Vereinzelung und gefühlter Ohnmacht etwas entgegenzusetzen. Wir wollen so eine Plattform bieten, uns solidarisch zusammenzutun, sei es entlang von Arbeitsplätzen oder -feldern, um auf diese Weise gemeinsame Kämpfe führen zu können. Gleichzeitig wollen wir auch einen Ort der Reflexion und des Austauschs bieten.

In den letzten Treffen haben wir uns über Arbeitsverhältnisse im Sozialen Bereich ausgetauscht und dabei die Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer konkreten Erfahrungen und Probleme kennengelernt, sowie gemeinsam Möglichkeiten praktischer Solidarität ausgelotet.
Daran knüpfen wir mit dem nächsten Treffen an. Wir wollen unsere Diskussionen weiterführen und dabei auch für uns einen kritischen Begriff der eigenen Arbeit im Sozialen Bereich finden. Unterstützung erhalten wir dabei diesmal von einer linken Betriebsrätin, die lange Zeit Arbeitskämpfe beim sozialen Träger ‚Club Behinderter und ihrer Freunde‘ (CeBeeF) in Frankfurt geführt hat. Dabei wollen wir sowohl Perspektiven und Grenzen linker Betriebsratsarbeit diskutieren, als auch die Frage nach Möglichkeiten solidarischer Unterstützung von außen stellen.

Wie bei allen Treffen gilt dabei, dass der Soziale Bereich nur ein Arbeitsfeld von vielen darstellt, die es in Bezug auf ihren Zusammenhang mit der Totalität kapitalistischer Verhältnisse zu analysieren gilt und innerhalb derer es sich zu kämpfen lohnt. Daher ist es auch kein Problem, wenn ihr selbst nicht im Sozialen Bereich arbeitet (oder zur Zeit vielleicht überhaupt nicht am Lohnarbeiten seit) – wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt und eure Erfahrungen in die Diskussion mit einbringt!

Wenn ihr bei den letzten Treffen nicht dabei sein konntet, ist das natürlich schade, aber keinesfalls ein Hindernis, jetzt noch einzusteigen. Die Treffen werden immer so gestaltet, dass alle immer teilnehmen können.

Kritik und Klassenkampf 01/2019

31. Januar 2019 - 23:14

Die neue Ausgabe der Broschüre Kritik und Klassenkampf ist da!

Aus dem Editorial:

Unsere letzten beiden größeren Publikationen sind für AKK-Verhältnissenun doch schon etwas lange her. Nachdem wir unser Strategiepapier Der kommende Aufprall endlich auch in Druckform präsentieren konnten und in der Frankfurter Student‘innenzeitung Diskus letztes Jahr die gesammelten Kritiken verschiedenster politischer Gruppen miteinander ins Gespräch gebracht haben, haltet ihr jetzt mal wieder die neueste Ausgabe unseres kleinen, aber feinen Heftes, der Kritik & Klassenkampf in den Händen.Keine ellenlangen theoretischen Ergüsse diesmal!Keine Bibliothekslektüre für den Lesekreis, sondern Futter für den gemütlichen Klönschnack bei Coffee&-Cigarettes: Dafür haben wir euch hier ein buntes Potpourri an Themen und Texten zusammengestellt, die uns als Gruppe in der letzten Zeit beschäftig thaben und die wir euch hiermit zur Lektüre empfehlen wollen. Und um den in den vergangenen Jahren öfter mal gedroppten Vorwurf zu entkräften, wir seien ja, trotz Namensänderung, nicht mehr als eine aus der akademischen Kloake emporgekommene Theoriegruppe, freuen wir uns, euch mit dem einen oder anderen Text ebenfalls einen kleinen Einblick in unsere politische Praxis geben zu können.