iL Frankfurt

iL Frankfurt Feed abonnieren
Aktualisiert: vor 3 Stunden 1 Minute

Gemeint sind wir alle! Lasst unsere Genossen*innen frei!

29. Juni 2018 - 8:57
Erklärung des Solitreffen Frankfurt am Main 28. Juni 2018

Gestern haben bundesweit im Zuge der G20 Repressionen 13 Razzien stattgefunden. Sechs Genoss*innen und Freund*innen sitzen im Knast, vier davon aus Frankfurt/Main und Offenbach. Wir hatten uns im Voraus verabredet, um auf die Angriffe auf emanzipatorische Strukturen und gerechtfertigte Kämpfe – in diesem Fall gegen den G20 Gipfel – gemeinsam zu reagieren. Deshalb haben sich 100 Leute zusammengefunden, um eine Antwort auf die Vorgänge zu finden und sich mit den Gefangenen des heutigen Tages zu solidarisieren. Unsere Solidarität gilt den Gefangenen und ihrem Umfeld, auch wenn wir wissen, dass wir alle damit gemeint waren.

Die heutigen Festnahmen reihen sich ein in eine Vielzahl von Angriffen der Repressionsorgane gegen die G20-Proteste; angefangen bei Öffentlichkeitsfahndungen, über mehrere Wellen von internationalen Hausdurchsuchungen und Verhaftungen, bis hin zu Terrorisierungen ganzer Stadtteile und massiver medialer Hetze.

Wir fordern die sofortige Freilassung aller unserer Genoss*innen und erklären unsere Solidarität mit allen emanzipatorischen Kämpfen weltweit. Kein Angriff auf unsere Leute und Strukturen darf unbeantwortet bleiben. Bei Repression ist unser aller Solidarität gefragt, organisiert euch, werdet aktiv und lasst die Leute nicht alleine.

United we stand – Fight G20!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Emanzipatorische Kämpfe in die Offensive!

Solitreffen Frankfurt am Main 28. Juni 2018

Anfragen, Soliaktionen etc. bitte an: unitedwestand_offm@riseup.net

Spendet für die Gefangenen:
Spendenkonto der Ortsgruppe Frankfurt
Rote Hilfe e.V. – Ortsgruppe Frankfurt
IBAN: DE24 4306 0967 4007 2383 90
BIC: GENODEM1GLS
Konto: 4007238390
BLZ: 43060967 GLS-Bank
Betreff: G20

Tamam! Zur Wahl in der Türkei zwischen Faschisierung und Krise

6. Juni 2018 - 17:34
Am 24. Juni 2018 finden in der Türkei Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt.wann: Dienstag, 19. Juni 2018 - 19:30was: Veranstaltungwo: Klapperfeld, Klapperfeldstraße, 60313 Frankfurt am Main, Deutschlandwer: [iL*]-Frankfurt


Seit längerem schauen wir auf die Türkei als einem sich immer stärker faschisierenden Staat. Während Erdogan die Mobilmachung der Bevölkerung agitatorisch vorantreibt, sichert er sich über Verfassungsänderungen seine Macht. Noch immer gilt in der Türkei der Ausnahmezustand, der nach dem Putschversuch vor fast zwei Jahren verhängt wurde. Zahlreiche Oppositionelle und kritische Journalist*innen sind in Haft oder ins Exil getrieben worden – auch der ehemalige Vorsitzende der prokurdischen HDP bestreitet seine Präsidentschaftskandidatur von einer Gefängniszelle aus.
Gleichzeitig befindet sich die Türkei in einer größeren wirtschaftlichen Krise und damit auch die Stabilität der AKP.
Parallel dazu gibt es immer wieder ein aufbäumen, der schon niedergeschlagen geglaubten Reste sozialer Bewegungen auf der Straße oder im Netz, seien es die Wissenschaftler*innen gegen den Krieg, die Frauendemonstrationen zum 8.3. sei es Tamam oder die kontinuierliche politische Arbeit der kurdischen Bewegung.
Wir wollen mit euch diskutieren, wie sich die Situation genau darstellt, was von der Wahl zu erwarten ist und mit welchen Folgen wir rechnen müssen und was es für uns zu tun gibt.
Als Referent und Diskussionspartner haben wir Errol Babacan eingeladen. Er ist Politikwissenschaftler und Mitherausgeber von Infobrief Türkei. Er folgt den Geschehnissen in der Türkei bereits seit Jahren, als Wissenschaftlicher, Betroffener und Aktivist.

Tags: TürkeiKurdistanErdogan

Bad Banks – Bad Cities? London, Frankfurt und der Brexit

4. Juni 2018 - 20:57
Diskussion mit Michael Edwards (London) und Felix Wiegand (Frankfurt) wann: Montag, 11. Juni 2018 - 19:30was: Veranstaltung im Freienwo:  Eurozeichen/Gallusanlage, Willi-Brandt-Platz, Frankfurtwer: interventionistische Linke Frankfurt [iL*]


Wird Frankfurt das neue London? Seit die Wähler*innen in Großbritannien 2016 in einem Referendum für den EU-Austritt ihres Landes gestimmt haben, hofft die Stadt, zum „Brexit-Gewinner“ zu werden und London als europäisches Finanzzentrum abzulösen. Damit diese hochfliegenden Erwartungen wahr werden, tut die Stadt gemeinsam mit Lobbyverbänden, dem Land Hessen und der deutschen Bundesregierung alles, um Unternehmen und Institutionen einen Umzug nach Frankfurt möglichst schmackhaft zu machen und die Stadt endgültig nach dem Idealbild der Global City zu transformieren. Aber geht diese Rechnung wirklich auf – oder bleibt es bei einer schlechten Marketingkampagne? Wer profitiert von den aktuellen Entwicklungen und auf wessen Kosten finden sie statt? Was würde es überhaupt bedeuten, wenn Frankfurt das neue London wird? Wie ist die aktuelle Situation in der Global City an der Themse, zwischen jahrzehntelangem Immobilienboom, Super-Gentrifizierung und dem bevorstehenden Brexit? Wo bestehen Gemeinsamkeiten zu Frankfurt, wo Unterschiede – und was lässt sich vielleicht voneinander lernen, für die Kämpfe und die Perspektive einer Stadt für Alle? Darüber möchten wir mit den beiden Stadtforschern und Aktivisten Michael Edwards (London) und Felix Wiegand (Frankfurt) diskutieren – unter freiem Himmel, im Schatten der Türme. Für Snacks und Getränke ist gesorgt, bringt eine Decke oder Sitzgelegenheit mit! Der Input von Micheal Edwards findet in englischer Sprache statt, falls notwendig steht eine Flüsterübersetzung bereit.

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Klapperfeld (Klapperfeldstraße 5, Frankfurt) statt. Achtet auf kurzfristige Mitteilungen.

radikallinks.org
facebook.com/il.frankfurt
twitter.com/ilfrankfurt

Tags: Brexit