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Mai
24
24. Mai. - 19:00
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt am Main

Gegen Rassismus und Terror - Verfassungsschutz auflösen!

24.05.2018 - 19:00
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt am Main

Ein Referent des Antifaschistischen Infobüro Rhein-Main berichtet. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Kampagne "Kein Schlussstrich Hessen" zur Mobilisierung nach der Urteilsverkündung im NSU-Prozess.

Hessen gilt in offiziellen Darstellungen seit Jahren als relativ ruhiges Bundesland hinsichtlich extrem rechter Aktivitäten, Straf- und Gewalttaten. Der Mord an Halit Yozgat im April 2006 in Kassel und die Kontakte des NSU zu dem in Hessen lebenden Rechtsterroristen Manfred Röder hatten jedoch das scheinbar beschaulich Hessen im Jahr 2011 ins NSU-Licht rücken lassen.

Doch der Mord an Halil Yozgat war nicht der erste terroristische Anschlag in Hessen, wo sich schon seit Jahrzehnten militante und terroristische Aktivitäten der extremen Rechten beobachten lassen.

Veranstalter: Kein Schlussstrich Hessen und Club Voltaire

Eintritt frei

Kontakt

Veranstalter/in: 
Kein Schlussstrich Hessen und Club Voltaire
Mai
24
24. Mai. - 19:30
KARL MARX BUCHHANDLUNG, JORDANSTR. 11 ★ 60486 FRANKFURT AM MAIN

„Schafft ein, zwei, drei, viele ’68“ – Eine Veranstaltung mit Freia Anders, Rolf Engelke und Gottfried Oy

24.05.2018 - 19:30
KARL MARX BUCHHANDLUNG, JORDANSTR. 11 ★ 60486 FRANKFURT AM MAIN

Die weltweiten Revolten Ende der 1960er Jahre haben ihre Spuren hinterlassen, und sei es in Form uneingelöster Versprechen. Nicht zuletzt wird dieser Epoche oft bescheinigt, dass sie politisch „überinterpretiert“ sei. Das fünfzigste Jubiläumsjahr bietet erneut viele Anlässe, Bilanz zu ziehen. Der zeitliche Abstand bringt es mit sich, dass dabei weniger die Auseinandersetzungen der damaligen Zeit im Mittelpunkt stehen, sondern am politischen Tagesbedarf geschulte Interpretationen: Von einer notwendigen Zivilisierung der Bundesrepublik bis zum vermeintlichen Sittenverfall stehen je nach politischer Couleur Diskurselemente zur Verfügung, die oft wiederholt und beliebig eingesetzt werden.

Dem entgegen bietet sich eine Auseinandersetzung mit den politischen Verhältnissen der 1960er Jahre an. Drei Kernthemen der „68er“, nicht zuletzt hier in Frankfurt am Main, spielen dabei eine zentrale Rolle: Der Protest gegen den Vietnamkrieg, die drohende Verabschiedung der Notstandsgesetze und die Anti-Springer Kampagne. Die Veranstaltung widmet sich diesen drei großen Kampagnen der „68er“ und fragt danach, wie sie die Linke geprägt haben und was davon heute noch unser Verständnis von emanzipativer Politik und Befreiung prägt.

Mai
26
26. Mai. - 11:00 - Mai/26 18:00
Hülya-Platz, 60487 Frankfurt-Bockenheim

Hülya-Tag: Frankfurt gegen Rassismus - Frankfurt für Toleranz

Gedenken zum 25. Jahrestag des Brandanschlags auf die Familie Genç in Solingen
26.05.2018 - 11:00
Hülya-Platz, 60487 Frankfurt-Bockenheim

Am 29. Mai 1993 wurde die aus der Türkei stammende Familie Genç in Solingen Opfer eines Brandanschlags von vier deutschen Neonazis. Zwei junge Frauen und drei Mädchen, darunter die neunjährige Hülya, starben, vierzehn weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Der Solinger Anschlag war der Höhepunkt der fremdenfeindlichen und rassistischen Anschläge auf Migrantinnen und Migranten in Deutschland. Wir erinnern an: Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln. Der Brandanschlag auf die Familie Genç geschah drei Tage nach dem Parlamentsbeschluss zur Einschränkung des Grundrechts auf Asyl.

In den vergangenen fünfundzwanzig Jahren scheint sich unsere Gesellschaft an ausländerfeindliche Gewalt gewöhnt zu haben. Rassistisch, antiislamisch und antisemitisch motivierte Gewalt gegen Andersaussehende, Andersglaubende, Anderslebende, Andersdenkende, gegen Migrant_innen und Flüchtlinge bleibt ein deutschlandweites Problem. Im Schnitt mehr als fünf Straftaten täglich richten sich gegen Geflüchtete oder ihre Unterkünfte. Laut einer Antwort des Bundesinnenministeriums gab es 2017 mehr als 2.200 Attacken, darunter 1.906 Angriffe auf Personen und 313 Anschläge auf Unterkünfte. Mehr als 300 Menschen wurden dabei verletzt. Besonders erschreckend ist die Brutalität: die unvermittelten Hammerschläge ins Gesicht eines Geflüchteten am helllichten Tag im mecklenburgisch-vorpommerschen Neubrandenburg oder Angreifer, die im niedersächsischen Burgdorf einen Flüchtling niederschlagen und anschließend ihre Hunde auf ihn hetzen, sind nur zwei Beispiele. Zugleich registrieren wir eine rapide zunehmende Sprachverrohung, die diesen Untaten den Boden bereitet. Unsägliches, Unmenschliches auszusprechen ist selbst im Deutschen Bundestag wieder möglich. Die grauenvollen Morde des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU), die sieben Jahre lang unter den Augen deutscher Sicherheitsbehörden begangen wurden, sind trotz vieler Untersuchungsausschüsse und eines jahrelangen Prozesses bis heute nicht aufgeklärt. Von 1990 bis heute (1. März 2018) zählt die Amadeu-Antonio-Stiftung 193 Todesopfer rassistisch motivierter Gewalt in Deutschland.

Protest gegen Rassismus gibt es schon länger. Die weltoffene Stadt Frankfurt, Heimat von Menschen aus mehr als 180 Nationen, ist seit Jahren ein wichtiger Ort dieses Widerstandes. Wir erinnern zum Beispiel an den 26. Januar 2015, an dem über 15.000 Frankfurter_innen für Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit, gegen Rassismus, Fremdenhass, Antiislamismus, Antisemitismus auf die Straße gegangen sind. Frankfurt hat damit ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen gesetzt hat auch der Stadtteil Bockenheim - schon 1998, als er mit dem Hülya-Platz zum ersten Mal einen öffentlichen Ort einem Opfer rechtsextremer Gewalt gewidmet hat.

- Wir wünschen uns, dass das Zusammenleben aller Frankfurter_innen aus den verschiedenen Kulturen und Religionen sich weiter friedlich und solidarisch gestaltet.

- Wir wünschen uns, dass Frankfurt eine weltoffene und tolerante Stadt bleibt.
Hier gibt es keinen Platz für rechtsextreme, rassistische Parolen und neonazistische Aktivitäten!

Diesen Wunsch wollen wir mit den Gedenken an die Familie Genç und an alle Opfer rassistischer, neonazistischer Mordanschläge verbinden. Das Gedenken an sie ist für uns zugleich Verpflichtung, öffentlich zu zeigen, dass in unserer Stadt, in unserer Gesellschaft Ausgrenzung, Intoleranz und Rassismus keinen Platz haben dürfen.

Wir rufen dazu auf, sich am Samstag, dem 26. Mai 2018, von 11 bis 18.00 Uhr, an den auf dem Hülya Hülya-Platz stattfindenden Veranstaltungen zu beteiligen!

Veranstalter/in: 
Bündnis

Kontakt

Bündnis

Mai
29
29. Mai. - 19:30
Klapperfeld Ex-Gefängnis, Klapperfeldstraße 5, Frankfurt

Kein Friede nirgendwo - Soziale Kämpfe in Kolumbien

29.05.2018 - 19:30
Klapperfeld Ex-Gefängnis, Klapperfeldstraße 5, Frankfurt

Ende 2016 wurde in Kolumbien der Friedensvertrag zwischen Präsident Santos und der ältesten und größte Guerillagruppe Lateinamerikas, der Farc, unterschrieben. Während Santos dafür den Friedensnobelpreis erhielt, nahm die Anzahl politischer Gefangener und Morde an Menschenrechtsaktivist*innen im Land massiv zu. Die Nicht-Einhaltung des Abkommens seitens des Staates führt zu einer hohen Frustration der Beteiligten und u.a.auch zur erneuten Mobilisierung ehemaliger FARC Gueriller@s oder Beteiligung an Drogennetzwerken. Von Frieden kann keine Rede sein.
Parallel zum noch laufenden Friedensprozess mit der ELN, finden permanente Kämpfe unerschrockener Aktivist*innen in den Stadtteilen, um Landrechte, gegen transnationale Konzerne und in den Betrieben statt. Während im Land für die Präsidentschaftswahl am 27.5. mobil gemacht wird, und die Aktivist*innen besorgt sind, welche Konsequenzen es haben könnte, dass der linke Kandidat Gustavo Petro eine realistische Chance zu haben scheint.

Im März dieses Jahres fand die "Caravana de Solidaridad" statt, eine Solidaritätsreise von politischen Aktivist*innen aus Deutschland und Kolumbien. Im Rahmen dieser Reise haben wir uns mit dutzenden von Aktivist*innen der sozialen Bewegungen getroffen, ausgetauscht, mit ihnen diskutiert und uns vernetzt. Von Gewerkschaften, über indigene Selbstverwaltungen, Bauernorganisationen, politische Gefangene und Menschenrechtsorganisationen.
Während der Veranstaltung werden wir als Teilnehmende der Reise, Aspekte der politischen Situation in Kolumbien darstellen und dabei z.B. auf Spannungsfelder zwischen Staatsterrorismus, Paramilitärs, Konzernen und Guerilla eingehen. Der Fokus liegt dabei auf der Frage: Wie ist die Situation für soziale Bewegungen in Kolumbien in Zeiten des sogenannten Postkonflikts, was bedeutet es, dort Aktivist*in zu sein? Und was bedeutet es sich in ein solidarisches Verhältnis zu den Kämpfen vor Ort zu setzen?

Veranstalter/in: 
[iL*]-Frankfurt