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Apr
26
26. Apr. - 19:00
GB-Haus, Kaiserstr. 26-30, Mainz

Fluchtwege: Kongo - Marokko - Europa

Lesung mit dem kongolesischen Buchautor Emmanuel Mbolela
26.04.2017 - 19:00
GB-Haus, Kaiserstr. 26-30, Mainz

Lesung mit dem kongolesischen Buchautor Emmanuel Mbolela, der in seinem Buch "Mein Weg vom Kongo nach Europa" sehr eindrücklich die Geschichte seiner sechsjährigen Flucht beschreibt. Mehrere Jahre hat er in Marokko überlebt. Emmanuel Mbolela, der inzwischen in den Niederlanden lebt, engagiert sich im transnationalen Netzwerk von Afrique Europe Interact unter anderem für das "Rasthaus" in Rabat, in dem Frauen auf der Flucht mit ihren Kindern für ein paar Wochen Ruhe und Sicherheit finden.

Die Lesung findet am Mittwoch, den 26.04.2017, um 19 Uhr im DGB-Haus, Kaiserstr. 26-30, in Mainz statt.

Es laden Save me Mainz, Antirassistische Gruppe Mainz, Weltladen Mainz und DGB Stadtverband Mainz laden alle Interessierten herzlich dazu ein.

Kontakt

Veranstalter/in: 
Save me Mainz, Antirassistische Gruppe Mainz, Weltladen Mainz und DGB Stadtverband Mainz
Apr
26
26. Apr. - 19:00
DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69, 60329 Frankfurt

Donald Trump: ein neuer Führer für das großartigste Volk der Welt – ein Staatsmann und seine Mission: "Make America great again!"

26.04.2017 - 19:00
DGB-Haus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69, 60329 Frankfurt

Referent: Joseph Patrick, Redaktion GegenStandpunkt

Donald Trump – da ist man sich hier in Europa sicher – ist eine unmögliche Figur: ein frauenverachtender Widerling, fürchterlicher Angeber und Phrasendrescher, der vom amerikanischen Volk glatt in das Amt des Präsidenten gewählt worden ist. Sein Erfolg wirft kein so gutes Licht auf die demokratische Reife seiner Landsleute, denn – auch da ist man sich sicher – sie sind mehrheitlich auf einen Populisten und Lügner hereingefallen, der von sich behauptet, ein Mann des Volkes zu sein.
Das sollte man nicht als Lüge abtun; denn so entgeht einem gründlich, was für ein furchtbar abstraktes Kollektiv das Volk der hard-working Americans offenbar tatsächlich ist, wenn in ihm der Multimilliardär und der verarmte Bewohner des Rust Belt zusammen finden.

Einmal ins Amt gekommen, findet die zivilisierte Welt den neuen Präsidenten nicht weniger unmöglich:

Dort bestätigt er seinen Ruf als Egomane, der mit einer Mischung aus Rücksichtslosigkeit und Ahnungslosigkeit viel diplomatisches und politisches Porzellan zertrümmert und sich mit praktisch allen Institutionen des US-Staates anlegt. Eine einzige Verfehlung und Beschädigung des hohen Amtes also, das er nun mal innehat.

Doch wenn der mächtigste Mann der Welt sich gemäß seines anspruchsvollen Auftrags „to make America great again!“ ans Werk macht und sich nicht scheut, die Macht seines Amtes einzusetzen, um das Land gehörig umzukrempeln – dann fragt sich schon, wer da weltfremd ist: Der Umstürzler im Oval Office oder die klugen Leute, die ihn als Großmaul abtun. Der Mann hat ein Programm und eine Mission. Die zu erklären, wird schon nicht auf eine Liebeserklärung an den neuen POTUS hinauslaufen.

 

Apr
27
27. Apr. - 19:00
Stern e.V., Platanenallee 1, 63739 Aschaffenburg

Utopie

Vortrag und Diskussion von und mit der IL Aschaffenburg
27.04.2017 - 19:00
Stern e.V., Platanenallee 1, 63739 Aschaffenburg

Kritik an den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen ist das Kerngeschäft einer emanzipatorischen Linken. Zugleich verweist jede grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem was nicht mehr sein soll, auf etwas, das noch nicht ist.

Wie lässt sich über dieses Utopische, das mögliche „Noch-Nicht“ (Bloch) nach- bzw. vorausdenken?

Zunächst sind Utopien stets nur Leitbild ihrer Zeit, kein Abbild der Zukunft. Im Vortrag soll es daher zum einen um den Wandel des Utopiebegriffs in den letzten 500 Jahren seit der „Utopia“ (Morus) gehen. Zum anderen wird nach den Funktionen utopischen Denkens als Ausdruck von Kritik und Bestrebungen, als Möglichkeitssinn und Motivation gefragt.

Wofür brauchen wir Utopien? Über diese und andere Fragen wird an diesem Abend vorgetragen und beraten werden. Es spricht Dr. Alexander Neupert-Doppler. Er ist Autor der Bücher „Staatsfetischismus“ (2013) und „Utopie“ (2015) und arbeitet zur Zeit als Bildungsreferent für die Sozialistische Jugend / Die Falken in Hannover.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

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Veranstalter/in: 
[iL*]-Aschaffenburg

Verweise

Apr
28
28. Apr. - 19:00
Landungsbrücken Frankfurt, Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt am Main

Wir brauchen keine Erlaubnis - über die Kämpfe bei FIAT

28.04.2017 - 19:00
Landungsbrücken Frankfurt, Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt am Main

gezeigt wird der Film "Wir brauchen keine Erlaubnis" und im Anschluss gemeinsam diskutiert über die Frage Italiens, sozialer Kämpfe und gemachten Erfahrungen. wir reden mit Genoss_innen, die an der Herstellung des Filmes mitbeteilgt waren.
***
Der Film „Wir brauchen keine Erlaubnis“ erzählt die bewegende Geschichte der sozialen Kämpfe um die Fiatfabrik in Italien von 1969 bis zur großen Niederlage 1980. Protagonist des Films ist Pietro Perroti, der als junger Arbeiter nach Turin zieht, um bei Fiat zu arbeiten und politisch aktiv zu werden. Er kauft sich eine kleine Kamera, die er in die Fabrik schmuggelt um dort den Arbeitsalltag in Bild und Ton festzuhalten. Er produziert aussagekräftige Dokumente der Demonstrationen, Streikposten und der großen Versammlungen. In der Produktion von Manifesten, Zeitungen, großen Gummifiguren der Fiatchefs und Entscheidungsträger und später Sprüchen und Zeichnungen auf den Klos der Fabrik gab er den Kämpfen einen kreativen, künstlerischen Beitrag. Im Film sind einige dieser einzigartigen Aufnahmen und Geräuschkulissen zu sehen und zu hören.

Mit Vielfalt und Kreativität wurden widerspenstige Kommunikationsmittel gewählt, um sich zu organisieren und Gehör zu verschaffen. Der Dokumentarfilm erzählt vom Klima dieser Jahre; der massenhaften Beteiligung, der Strahlkraft der Kämpfe hinein in die Gesellschaft und den Alltag, aber auch von den Konflikten mit Institutionen und Presse.
86min.

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Veranstalter/in: 
IL Frankfurt, Kritik&Praxis - radikale Linke Frankfurt, express Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit

Verweise

Apr
29
29. Apr. - 10:30 - Apr/29 22:00
Studierendenhaus Bockenheim

[FFM] "boys do cry?" Antifeminismus, gender & extreme Rechte

Workshop- und Diskussionstag in Frankfurt anlässlich des geplanten "Deutschen Gender Kongresses " von antifeministischen, misogynen und LGTBQI*-feindlichen Vereinen
29.04.2017 - 10:30
Studierendenhaus Bockenheim

Der Rechtsruck in Europa zeigt sich in vielerlei Gestalt, er artikuliert er sich deutlich in antifeministischen Mobilisierungen auf der Straße. Im Jahr 2016 fand die „Demo für alle“ in Wiesbaden statt. Hinter dem unverdächtig klingenden Namen verbirgt sich ein Kreis aus antifeministischen, christlich-fundamentalistischen Konservativen, AFD-PolitikerInnen und Teile der extremen Rechten. Im gleichen Monat soll auch der „Deutsche Gender Kongress“ in Nürnberg veranstaltet werden, ein pseudo-wissenschaftliches Treffen von Männer- und Väterverbänden, sowie konservativ christliche Organisationen. Die Erhaltung des heteronormativen Familienideals, die praktische Täter*innen-Opfer-Umkehr und nicht zuletzt die Identifizierung des „Feminismus“ als explizites Feindbild sind dabei nur einige Themen, die eine große Schnittmenge zu konservativen Feullitonist*innen offenlegen und sich auch in bürgerlichen Kreisen an Beliebtheit erfreuen. Am 06. Mai lädt das Spektrum der „Demo für alle“ nun zu einem Symposium „Sexualpädagogik der Vielfalt. Kritik einer herrschenden Lehre“ ins Kurhaus nach Wiesbaden ein.

Im Vorfeld laden wir, das Bündnis „Fight the Norm“, alle Interessierten zur Auseinandersetzung mit dem Thema ein. Unsere Schwerpunkte liegen dabei auf emanzipatorischer Mädchen*- und Jungen*arbeit, Konstruktionen von Familienbildern und Kritik an Geschlechterkonstruktionen aus queer-feministischer Perspektive, sowie Gender und extreme Rechte. Die Veranstaltung soll dabei als Reflektionsort all jener dienen, die im Bereich der Pädagogik tätig sind oder sich mit ihr beschäftigen. Es soll ein Raum eröffnet werden, um linke Debatten und Aktionen genderspezifisch zu beleuchten.

 

FIGHT THE NORM

 

29.04.2017 ab 10:30h. Studihaus U Bockenheimer Warte

Veranstalter/in: 
fight the norm

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Mai
01
01. Mai. - 14:30
IZ, Koblenzer Str. 17, Frankfurt-Gallus

1. Mai 2017 – 3. Internationales Fest der Solidarität

01.05.2017 - 14:30
IZ, Koblenzer Str. 17, Frankfurt-Gallus

– Zynik & Delirium (Rap)
– Dim Vincent & Heada (Rap)
– Friendly Fire (Ska)
– Old Heroes (Rock)
– Buzzfeeder (Stoner)
– IZ – Musikgruppe (türkisch- kurdisch)

Workshops
– Kinderbetreuung
– Essen / Getränle : Es werden an verschiedenen Ständen Essen und Getränke aus den verschiedenen     Kulturen zu einem günstigen Preis angeboten.
– Infostände (bei Interesse für einen Infostand Email an: info@iz-ffm.de)

Facebookevent: LINK

BannerStraßenfest

Aufruf:
Gegen Ausbeutung, Entrechtung und Krieg!
Der 1.Mai ist seit über einem Jahrhundert der traditionelle internationale Kampftag der ArbeiterInnen für ihre Rechte, gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Auch heute hat dieser Tag nichts von seiner Aktualität eingebüßt: Die reichsten 62 Menschen verfügen heute über soviel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – eine Folge der kapitalistischen Eigentumsordnung. Weltweit äußert sich diese Realität in der massenweisen Flucht der Menschen aus den erbärmlichen Lebensbedingungen ihrer Heimatländer. Aber auch hierzulande müssen immer mehr Menschen unter ärmlichen Bedingungen existieren. Wir sagen: Schluss mit dem Raubbau an unseren Lebensgrundlagen! Kämpfen wir für eine solidarische Gesellschaft!

Solidarität mit den Arbeitskämpfen!
Auch in Deutschland verschärfen sich die Arbeitsbedingungen. Spätestens seit der Umsetzung der Hartz-Gesetze und der Agenda 2010 ist Deutschland ein Niedriglohnland. Immer mehr Menschen müssen von Zeitarbeit leben oder in mehreren ,,Mini-Jobs‘‘ arbeiten. Wer keine Arbeit findet, steht unter dem Zwangsregime der Jobcenter. Soziale Arbeit, Erziehung und unbezahlte Hausarbeit werden nach wie vor überproportional von Frauen verrichtet, was eine strukturelle Diskriminierung darstellt. Gegen diese Bedingungen beginnen sich Menschen zu organisieren und zu wehren. Vergangenes Jahr gingen Tausende ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen auf die Straße, im Vorjahr streikten die LokführerInnen und kämpften gegen das Lohndumping in ihren Berufen, dieses Jahr die BusfahrerInnen im Rhein-Main-Gebiet. Die Reaktion von Politik und Medien lässt nie lange auf sich warten und äußert sich in Hetze gegen kämpferische Belegschaften. Wir sagen: Das Grundrecht auf Streik ist nicht verhandelbar! Unterstützen wir auch dieses Jahr solidarisch unsere KollegInnen im Kampf um unsere Rechte!

Straßenfest_Plakat

Für bezahlbaren Wohnraum!
Ein immer größerer Anteil unseres Lohnes für unsere unmittelbaren Lebensbedürfnisse ausgegeben werden: Die Mieten für kleine Wohnungen sind in Frankfurt allein von 2011 bis 2015 um 30% gestiegen. Das Gallus, ein traditionsreiches Arbeiterviertel, befindet sich im Wandel. Grund für diesen Wandel ist die Errichtung des Europaviertels. Das nun benachbarte Luxusviertel weckt auch die Ambitionen der WohnungseigentümerInnen im Gallus und zahlloser Immobilienspekulanten, die ihre Häuser sanieren lassen und die Mieten erhöhen. Die Folge: Menschen mit geringem Einkommen können sich keine Wohnung im Gallus mehr leisten. Ein zahlungskräftigeres Publikum zieht in die Wohnungen ein, während die alteingesessenen MieterInnen in Randbezirke gedrängt werden. Wir sagen: Es ist ein Skandal, dass Wohnraum ungenutzt leersteht oder zum Spekulationsobjekt wird: die Häuser denen die sie brauchen!

Stoppt Krieg und Ausbeutung!
Einerseits wird also kräftig gespart, andererseits werden marode Banken gerettet und das Militärbudget, der zweitgrößte Haushaltsposten, auf 37 Milliarden erhöht – Tendenz steigend. Die Bundeswehr befindet sich in zahlreichen Auslandseinsätzen. Zugleich liefert die BRD als drittgrößter Waffenexporteur Kriegswaffen in Krisengebiete und unterstützt autoritäre Regime wie die Türkei, das Teile der eigenen Bevölkerungen foltert und drangsaliert. Multinationale Konzerne ruinieren die Lebensmittelversorgung in ganzen Erdregionen und hinterlassen Umweltzerstörung, Armut, Hunger und Elend – während sie zugleich soviel Reichtum anhäufen wie nie zuvor. Die Ausplünderung durch westliche Konzerne und die von den westlichen Regierungen entfachten oder geschürten Kriege sind die Hauptursache für die weltweiten Flüchtlingsströme. Wir sagen: Schluss mit der Organisierung von Krieg und Enteignung in den Herkunftsländern!

Solidarität mit Flüchtlingen!
Vermehrt kommen Menschen nach Deutschland, um Schutz vor Krieg, Verfolgung und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat zu finden. Die Geflüchteten sind Sondergesetzen unterworfen, auf sie wartet Armutsverwaltung und ein entwürdigender Asylprozess, der sie über Jahre, verschärft durch das neue „Integrationsgesetz“, entmündigt – oder die Drohung der Abschiebung. Hinzu kommen über 3500 gewalttätige Angriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte im Jahr 2016. Die Grundlage sind Hetze und Terrorhysterie, die durch Medien, bürgerliche Parteien und rechte Gruppen betrieben werden. So wird vom eigentlichen Problem abgelenkt: dem maroden System, das all diese Entwicklungen hervorbringt. Wir sagen: Schluss mit Rassismus und Ausgrenzung! Kampf den sozialen Ursachen von Faschismus und Nationalismus!
Für eine solidarische Perspektive – jenseits von Rassismus, Patriarchat und Ausbeutung!

Kommt zum 3. Internationalen Fest Der Solidarität

Koblenzerstr 17 / 60327 Frankfurt am Main

Unterstützer

Project.Shelter – Frankfurt

Mieten runter im Gallus

Mieterinitiative für bezahlbaren Wohnraum

Fluchtursachen bekämpfen Frankfurt

 

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Veranstalter/in: 
IZ Frankfurt

Verweise

Mai
02
02. Mai. - 19:00 - Mai/02 22:00
"Protestkeller" im Studierendenhaus an der Goethe-Universität Frankfurt am Main Mertonstraße 26-28 60325 Frankfurt am Main

Gewerkschafter*innen im NS-Staat

Verfolgung und Widerstand - Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
02.05.2017 - 19:00
"Protestkeller" im Studierendenhaus an der Goethe-Universität Frankfurt am Main Mertonstraße 26-28 60325 Frankfurt am Main

Vor 84 Jahren, am 2. Mai 1933, besetzten die Nationalsozialisten in ganz Deutschland die Einrichtungen der im Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB) organisierten Freien Gewerkschaften. Führende Funktionäre wurden in "Schutzhaft" genommen, das Vermögen wurde beschlagnahmt.

Nur wenige Monate nach der Zerschlagung der Freien Gewerkschaften beteiligten sich eine Reihe Gewerkschafter*innen am Aufbau von Widerstandsnetzen, die jahrelang illegale Aktivitäten entfalteten. Kontakte ins Exil und zu internationalen Organisationen unterstreichen die Bedeutung dieser Gewerkschaftsgruppen. Aufgrund ihres Engagements wurden zahlreiche Gewerkschafter*innen inhaftiert, nicht wenige verloren ihr Leben.

Ausgehend vom Ende der Weimarer Republik und der freigewerkschaftlichen "Anpassungspolitik" im Frühjahr 1933 gibt der Vortrag eine Einführung und einen Überblick zum Thema Verfolgung und Widerstand aus den Reihen der Gewerkschaften. Von besonderem Interesse ist die Gruppe von Metallgewerkschaftern*innen um Alwin Brandes und Heinrich Schliestedt, die ihr Zentrum in Berlin und Sachsen hatte, aber auch Verbindungen ins Rhein-Main-Gebiet aufrechterhielt. Zudem werden illegale Aktivitäten von Gewerkschaftern*innen aus anderen freigewerkschaftlichen Organisierungsbereichen wie z. B. Eisenbahnern vorgestellt. Nicht zuletzt wird der Widerstand von Kommunisten*innen beleuchtet, die im Rahmen der illegalen Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO) Widerstand leisteten. Am Rande wird auf die vielfältigen Aktivitäten von Gewerkschaftsgruppen eingegangen, die das NS-Regime aus dem Exil bekämpften.

Referent: Dr. Stefan Heinz, FU Berlin (http://www.gewerkschaftsforschung.info), Mitherausgeber der Buchreihe "Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung - Widerstand - Emigration" im Metropol-Verlag

 

Mai
08
08. Mai. - 19:00
Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Baustelle Sozialer Wohnungsbau - Ausweg neue Gemeinnützigkeit?

08.05.2017 - 19:00
Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Trotz aller Beteuerungen und Sonntagsreden der Politik: die Mieten in Frankfurt steigen weiter und die Verdrängung nimmt zu. Unter diesen Bedingungen stellt für die Mehrheit der Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen (und ohne das seltene Glück eines alten Mietvertrags oder eines Hausprojekts) der soziale Wohnungsbau mit seiner gesetzlich begrenzten Miethöhe von max. 5,5 Euro/qm die einzige Zugangsmöglichkeit zu dauerhaft bezahlbarem Wohnraum dar. Wie viele Menschen das real betrifft, zeigen aktuelle Studien: Demnach haben knapp 50% der Frankfurter Bevölkerung Anspruch auf eine Sozialwohnung.

Hinzu kommen all jene, die zwar dringend eine bezahlbare Wohnung bräuchten, die aber aus unterschiedlichen Gründen – z.B. ihres Aufenthaltsstatus – die Zugangskriterien für den sozialen Wohnungsbau nicht erfüllen. Während der gesellschaftliche Bedarf also immer mehr zunimmt, fällt die Zahl an Sozialwohnungen in Frankfurt seit Jahren kontinuierlich: Aufgrund auslaufender Bindungen und einer Neubautätigkeit, die vorwiegend im höherpreisigen Segment angesiedelt ist.

In dieser Situation diskutieren wir die Frage, unter welchen Bedingungen eine Offensive im Sozialen Wohnungsbau gelingen kann. Welche politischen Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um in der Wohnungswirtschaft eine Neue Gemeinwohlorientierung zu etablieren und welche aktuellen Beispiele für gemeinnützigen Wohnungsbau weisen schon heute in diese Richtung?

Diese Fragen wollen wir mit unseren vier Podiumsgästen Jürgen Ehlers (Architekt und aktiv in der Mieterinitiative NBO), Reinhard Thies (Geschäftsführer der Wohnbau Gießen GmbH), Annette Wippermann (Referentin für Grundsatzfragen und Arbeitsmarktpolitik bei Der PARITÄTISCHE Hessen) und Dr. Andrej Holm (Stadt- und Regionalsoziologe, HU Berlin) diskutieren.

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Veranstalter/in: 
Eine Stadt für Alle, Wem gehört die ABG?
Mai
09
09. Mai. - 19:30
Klapperfeld | Klapperfeldstraße 5 | 60313 Frankfurt

Geschichte und Zukunft des Arbeitsfeldansatzes

Eine Diskussion zwischen der Antifa Kritik und Klassenkampf, dem Hans-Jürgen-Krahl-Institut, Mitgliedern der Redaktion des express und Vertreter*innen des ehemaligen Offenbacher Sozialistischen Büros (angefragt).
09.05.2017 - 19:30
Klapperfeld | Klapperfeldstraße 5 | 60313 Frankfurt

Der Arbeitsfeldansatz des Offenbacher Sozialistischen Büros (SB) ist als Antwort auf die Organisationsfrage der Linken in Deutschland bis heute auf der Höhe der Zeit. Er steht in der Tradition des Linkskommunismus und ist die einzige Organisationsform, die sich aus der Neuen Linken entwickelt hat. Er liegt jenseits von sozialdemokratischer Massen- wie von leninistischer Kaderpartei und kann den in der Geschichte der Arbeiter*innenbewegung immer wieder spontan sich bildenden Räten eine Prozessgestalt geben, die über eine revolutionäre Situation und die einer solchen entsprechende Spontaneität der Massen hinausgeht.

Allerdings blieb der „Arbeitsfeldansatz“ unentwickelt, weil das historische Sozialistische Büro die beiden sich ihm bietenden historischen Chancen verpasste, aus einer Organisation des Übergangs, einem Sammelbecken undogmatischer Linker, eine positiv bestimmte Alternative gegenüber den traditionellen Organisationen zu etablieren. Weder wurde Mitte der 1970er Jahre die vielfach diskutierte linkssozialistische Partei gegründet noch konnte das SB kurze Zeit später die „Neuen Sozialen Bewegungen“ organisieren. Es gründeten sich stattdessen die Grünen, denen sich ein Teil des SB anschloss. Andere traten der SPD bei, heute fängt die Linkspartei viele antiautoritäre Linke auf und bindet sie in ihre Organisation ein. Das Rest-SB löste sich in den 1990er Jahren endgültig auf. Die Redaktionen der ehemaligen SB-Zeitungen „express“ und „Widersprüche“ blieben bestehen und erscheinen noch heute. Eine konsequente Aufarbeitung des Scheiterns, der neuen Qualität der Organisationsform und ihrer Möglichkeiten fehlt allerdings. Der Arbeitsfeldansatz ist aus der Diskussion verschwunden.

Sowohl die Antifa Kritik und Klassenkampf (AKK) aus Frankfurt wie das Hans-Jürgen-Krahl-Institut (HJKI) aus Schleswig Holstein haben sich intensiv mit dem Sozialistischen Büro auseinandergesetzt. Die AKK möchte den Arbeitsfeldansatz wieder fruchtbar machen und erläutert: „Im Mittelpunkt der politischen Arbeit des SB standen die Selbsttätigkeit der Lohnabhängigen und die reale Machtentfaltung in ihrem unmittelbaren Lebens- und Arbeitsfeld.“ Das HJKI ergänzt: „Die Organisierung in Arbeitsfeldern ist kein Mittel, um die politische Macht zu erobern. Ihr Zweck ist die einheitliche Assoziation des Gesamtarbeiters zum gesellschaftlichen und historischen Subjekt und der Prozess der Sozialisierung selbst. […] Mit Rücksicht auf den Entwicklungsstand der radikalen Linken hierzulande wäre allerdings der ,Arbeitsfeldansatz‘ noch vor alledem und noch vor einer möglichen Neugründung des SB auf die noch disparaten politischen ,Arbeitsfelder‘ der Linken anzuwenden.“ 

Die AKK und das HJKI wollen an diesem Abend gemeinsam mit Genossinnen und Genossen des alten SB über Geschichte und Zukunft des Arbeitsfeldansatzes und die Möglichkeiten eines neuen „Sozialistischen Büros“ diskutieren.

Dienstag | 09. Mai 2017 | 19:30 Uhr | Klapperfeld | Klapperfeldstraße 5 | 60313 Frankfurt

Kontakt

Veranstalter/in: 
AKK, HJKI

Verweise

Mai
18
18. Mai. - 19:00
Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, 55116 Mainz

"Isn't It Love?" - Queeres Leben in der Türkei.

Vortrag von Ceren Saner
18.05.2017 - 19:00
Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, 55116 Mainz

---ENGLISH TRANSLATION BELOW -- THE TALK WILL BE HELD IN ENGLISH -- Der Vortrag ist auf Englisch!

Die türkische Fotografin und Videokünstlerin Ceren Saner spricht in ihrem Vortrag über den Alltag und den Aktivismus der LSBTIQ*-Szene in Istanbul. Ihre künstlerischen Arbeiten sind sinnliche Begegnungen mit queeren Menschen und der queere Szene in Istanbul. Sie spricht über die Bedeutung ihrer Kunst, ihr Leben in Isatanbul und die gegenwärtige Situation von LSBTIQ* in der Türkei. Die politische Lage in der Türkei hat sich seit dem Putschversuch im Juli 2016 noch mal verschärft und wirkt sich auch auf die LSBTIQ*-Szene aus.

In her talk Ceren Saner focuses perspectives on art, lgbtiq*, everyday life & activism in Istanbul, Turkey. As a photographer and videography artist Ceren Saner is primarily concerned with everyday encounters of the "Other"; her photographs create an aura of sensuality, which ultimately draws one to the realm of empathy. In her talk, Ceren gives a report about her medium, photography, her life in Istanbul and the current situation for the lgbtiq* community in Turkey against the backdrop of recent oppressions at the Pride Marchs in Istanbul, as well as during and after the coup attempt.

In Kooperation mit dem AlleFrauenReferat ASta Uni Mainz
im Rahmen der IDAHOT Aktionswoche