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Leiharbeit abschaffen! (Swing 160)

Mitte September startete die bundesweite Kampagne „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Leiharbeit abschaffen!“ In vielen Städten werden Leute aktiv gegen die Zumutungen des modernen Menschenhandels, der Leiharbeit. Den Auftakt der Kampagne bilden Stadtrundgänge zu Leiharbeitsfirmen und Aktionen u.a. in Saarbrücken, Dortmund, Darmstadt und Frankfurt/M. Die Aktionen in Frankfurt bildeten den Auftakt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen und Aktionen in fast 40 Städten. Initiiert von der anarcho-syndikalistischen Gewerkschafsföderation „Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union“ (FAU) und unterstützt von vielen anderen Gruppen und Projekten. Die Kampagne richtet sich gegen die immer mehr ausufernde Leiharbeit – die Zahl der LeiharbeiterInnen ist in den letzten Jahren von 300.000 auf 800.000 gestiegen. EineR von acht LeiharbeiterInnen erhält aufgrund der miserablen und durch Tarifverträge sanktionierten Löhne ergänzendes Hartz IV. Die Aktionswoche versteht sich als Auftakt einer dauerhaften Kampagne gegen die Leiharbeit, für das Frühjahr 2009 gibt es derzeit Gespräche mit Gewerkschaften und Initiativen in verschiedenen europäischen Regionen.

Darmstadt

Der Termin für den Stadtrundgang in Darmstadt war ziemlich kurzfristig angesetzt worden. Trotzdem trafen sich gegen 17 Uhr rund 25 Leute am Friedensplatz. Während des Rundgangs, in dessen Verlauf alle Sklavenhändler entlang der Route besucht wurden, schlossen sich etliche PassantInnen an, so dass schließlich bis zu 50 Leute durch die Stadt zogen. Auf einem Nachbereitungstreffen, an dem u.a. Leute von der Initiative FAU Darmstadt und von „uffbasse“ teilnahmen, wurde vereinbart, dass man am Thema Leiharbeit dranbleiben will und in einiger Zeit einen weiteren Stadtrundgang organisieren wird. Dieses Mal dann mit mehr Vorbereitungszeit und noch deutlich mehr TeilnehmerInnen.

Frankfurt/Main

Mehrere Dutzend TeilnehmerInnen besuchten im Laufe des Stadtrundgangs zwischen Alter Oper und Zoo eine ganze Reihe von Leiharbeitsfirmen. Auf mehreren Plätzen in der Innenstadt fanden Kundgebungen statt, in deren Verlauf über die Situation und die Arbeitsbedingungen von LeiharbeiterInnen informiert wurde. Dabei wurden in weniger als zwei Stunden fast 2.000 Informationsflyer verteilt. Die Aktionen fanden im Allgemeinen viel Zustimmung, einzig die Leihbuden selbst waren wenig begeistert und verrammelten schnell die Türen.



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