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FFM: Soli & Proteste vor französischen Konsulat

Als Reaktion auf die wiederholte Räumung des "Hangar Kronstadt" und der anhaltenden brutalen Repression gegenüber Aktivist_innen und Migrant_innen in der französischen Hafenstadt Calais protestierten am Freitag (19.02.2010) in Frankfurt/M spontan ca. 30 Menschen vor dem französischen Konsulat.

Französische Polizeieinheiten (CRS) haben am Mittwoch (17.02.2010) zum wiederholten Mal innerhalb von wenigen Tagen den Kronstadt Hangar – einem Raum der Solidarität, des Austausches und des gemeinsamen Kampfes von Menschen mit und ohne Papieren – in der französischen Hafenstadt Calais gewaltsam geräumt. Aktivist_innen des No Borders Network und von SOS Soutien aux Sans Papiers haben den Hangar für die Monate Februar und März gemietet. Von Calais aus versuchen viele Migrant_innen, die über keine Papiere verfügen, über den Ärmelkanal nach England zu gelangen. Seit der Zerstörung des „Jungles“ – eines improvisierten Hüttendorfes, in dem viele Migrant_innen lebten – im September 2009 erleben die Migrant_innen in Calais einen Winter der Polizeirepression. Bei der Räumung des Hangars wurden mehrere Aktivist_innen von der Polizei festgenommen.

Trotz der sehr spontanen nur eintägigen Mobilisierung und der frühen Tageszeit fanden sich morgends um halb zehn ca. 30 Aktivist_innen auf dem Campus Bockenheim ein, um den Betroffenen in Calais ihre Solidarität zu erweisen und ihre Wut über die Ereignisse kund zu tun. Unterstützung gab es dabei durch die "Rhythms of Resistance"-Gruppe Frankfurt am Main in Form von antirassistischen Samba-Rhytmen.

Nach einer kurzen Spontan-Demonstration vom Campus zum Konsulat sahen sich die Aktivist_innen dort einem massiven Polizeiaufgebot gegenüber. Während nun aus antirassistischer Sicht aus obigen Gründen durchaus von einem "Mobilisierungserfolg" gesprochen werden könnte, müssen die Cops wohl vorrevolutionäre Zustände am Konsulat befürchtet haben, denn nicht weniger als 15 Wannen und 60-70 Cops inklusive einem bissigem Hund wurden gegen die Protestierenden abgestellt, mittlerweile muss dieses aberwitzige Repressionsniveau wohl als typisch für Frankfurt bezeichnet werden, oder hat Team Green hier einfach soviel Angst? Trotz Abfilmens und der martialischen Drohkulisse ließ mensch sich jedoch nicht einschüchtern, skandierte lautstark Parolen bzw. trommelte und übergab dem Konsulat schließlich eine Protest-Note, in welcher der rassistische Normalzustand und seine Exzesse wie kürzlich im "Hangar Kronstadt" angeprangert wird, unter anderem auch als Fax addressiert an die Städtischen Behörden von Calais.

No Border, no nation!
Solidarité avec les sans-papiers (en calais)!
Kapitalismus abschaffen.



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