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Aktionen gegen Arbeitsämter in Frankfurt/Main (Swing 163)

Bereits Mitte letzter Woche gab es zwei Anschläge auf Arbeitsämter in Frankfurt/Main. Die Berichterstattung von Polizei und Medien stellt die Ereignisse jedoch inhaltlich falsch dar. Nun liegt ein Bekennerschreiben des autonomen Bündnis „Arbeit abschaffen!“ vor, welches die Dinge richtigstellt. Bereits Mitte letzter Woche wurden, wie die Frankfurter Rundschau berichtete, bei zwei Arbeitsämtern in Frankfurt/Main jeweils mehrere Scheiben eingeschmissen und die Parolen „Arbeit abschaffen!“ sowie „Alles für alle!“ gesprüht. Sowohl die Pressemitteilung der Polizei, als auch die Berichte lokaler Medien zitierten die Parolen jedoch falsch als „Arbeit für alle!“, was einer Umkehrung des Sinns gleichkommt. Ob diese inhaltliche Verkehrung Absicht war, oder an den fehlenden Lese-Fähigkeiten der Zuständigen liegt, kann nur vermutet werden. Zudem wurde einer der Anschläge völlig verschwiegen. In einem uns vorliegenden Bekennerschreiben des autonomen Bündnis „Arbeit abschaffen“ heißt es zu den Ereignissen: „Diese Falschdarstellung ist wohl als freudscher Versprecher zu werten, der prima in den aktuellen politischen Diskurs zu Arbeitszwang und sozialem Druck auf Erwerbslose passt. Die Parole „Arbeit abschaffen!“ drückt eine grundlegende Ablehnung von Arbeit in der gesellschaftlichen Vorstellung – nämlich Lohnarbeit – aus, und erteilt somit den kapitalistischen Verhältnissen eine fundamentale Absage. Dass hieraus nun „Arbeit für alle!“ wird, eine Forderung die aus kommunistischer Perspektive einfach absurd erscheint, erscheint von Seiten des Staates und seiner Beführworter_innen garnicht so absurd. Denn innerhalb der kapitalistischen Logik, die auf Lohnarbeit und zumindest strukturellen Arbeitszwang aufbaut, weiter erklärt das autonome Bündnis … „Wir sagen den Verhältnissen den Kampf an, die zu immer schärferem Druck auf Erwerbslose und sozial Schwache führen. Eine Gesellschaft, in der nicht das Wohl der Menschen, sondern die Schaffung von Mehrwert als höchstes Handlungsmotiv gilt, ist grundlegend falsch eingerichtet. Sie gehört radikal bekämpft bis zu dem Tage an dem sie überwunden, und ein schöneres Leben für ALLE möglich ist.“

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