Skip to Content

Chronik (Swing 163)

23.01. In der hessischen Staatskanzlei von Roland Koch geht eine Rohrbombenattrappe per Post ein, angeblich wegen dessen menschenverachtenden Hartz IV Äußerungen – als Täter wird die „Bewegung Morgenlicht“ genannt…

29.01. Die Schikanen der Frankfurter Bullen gegen prostituierte Frauen geht weiter. Bei einer Razzia in der Elbestraße werden 63 Frauen kontrolliert, die Straße für mehrere Stunden gesperrt und dann auch noch Belästigungen wegen Meldegesetz und BTM. Für freies Arbeitsrecht!

29.01. Bei einer Kundgebung von 200 IranerInnen vor dem Konsultat in Frankfurt, wird ein Mann festgenommen, der ein Ei auf die Fassade geworfen haben soll.

30.01. Trotz Kälte und dichtem Schneegestöber nahmen ca. 3000 Leute an der bundesweiten Demonstration „Die Uni gehört allen! – Solidarisch für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben“ in Frankfurt teil. Geprägt war der Tag allerdings primär von einem riesigen Bullenaufgebot und einem fast durchgehenden Wanderkessel.

31.01. Morgenlicht macht ein kleines Feuerchen bei der Frankfurter Filliale der Zeitarbeitsfirma Randstad, ein Briefkasten kokelt und ein Werbeschild fackelt ab – 15000€ Schaden.

03.02. Wieder Kundgebung und kleine Blockade vor dem Frankfurter iranischen Konsulat. Diesmal sind morgens bereits 70 Leute da, mit Transparenten und Speergittern versperrten sie die Eingänge und Zufahrten und ließen die Konsulatsmitarbeiter nicht ins Konsulat. Dabei kam es zu Rangeleien als ein Konsulatsmitarbeiter mit seinem Auto durch eine Sperre fahren wollte. Mit Parolen wie „Nieder mit den Taliban – in Kabul und Teheran!“ und „deutsche Waffen, deutsches Geld – morden mit in aller Welt!“ forderten sie eine Isolierung der fundamentalistischen Diktatur im Iran und insbesondere ein sofortiges Ende der Geschäftsbeziehungen von deutschen Firmen wie z.B. Siemens-Nokia. Da die Bullen das alles nicht so lustig fanden, gab es dann auch noch 32 Festnahmen.

05.02. Im Frankfurter Gallus wird eine Filiale von Schlecker leicht angekokelt. Da eine Bullenstreife zufallig vorbei kommt, können sie rechtzeitig löschen. Wieder übernimmt die „Bewegung Morgenlicht“ mit ihrem leicht wirren Argumentatinsdiskurs die Verantwortung.

19.02. Kundgebung vor dem französischen Konsulat.

24.02. In Frankfurt-Bockenheim wird ein 49 jähriger Mann festgenommen, dem die Bullen vorwerfen verantwortlich für die „Bewegung Morgenlicht“ zu sein. Offensichtlich erfolgte die Festnahme aufgrund von Fahndungsfotos aus Überwachungskameras und war angeblich ein Zufallsfund bei einer normalen Streifenfahrt. Die Fotos von zwei Videoaufnahmen in Tatortnähe und aus einem Internetcafe, aus dem ein Bekennerschreiben abgesetzt wurde, scheinen auch der bisher einzige Beweispunkt der Bullen zu sein. Zwar überschlugen sich die lokalen Medien in Fahndungserfolghetze, doch wurde nirgends eine weitergehende Beweislast präsentiert. Trotz aller Vorbehalte gegen Aktionsformen der „Bewegung Morgenlicht“ (Brandsatz in bewohntes Haus) oder große Teile der Argumentationen in den Bekennerschreiben, so wollen wir doch festhalten, das wir die Angriffsziele (Zeitarbeit, Banken, Discounter, Roland Koch) für legitim halten. Unsere Solidarität gilt von daher dem Festgenommen!

24.02. Neues aus der hessischen Bananenrepublik! Innenminister Bouffier hat ohne sich an die üblichen bürokratischen Vorgehensweisen zu halten seinen Busenfreund Hermann Klüber zum hessischen Bullenvizechef gemacht. Das erzürnt jetzt natürlich einige Beamte, die auch die Karriereleiter hochfallen wollten, außerdem finden Bürokraten das auch gar nicht lustig, wenn ihre Bürokratie in eine Feudalherrschaft umgemünzt wird….apropos gemünzt, Klüber hat zwar wenig Ahnung vom Polizeiwessen, aber er ist Mandant in Bouffiers Anwaltskanzlei in Gießen, die ihn in einem Prozeß gegen das Land Thüringen vertritt, wo Klüber auch schon mal kurz Bullenchef war, bis sein dortiger Busenfreund Innenminister Karl-Heinz Gasser 2008 abtreten musste, da war auch Klübers Job Futsch. Und nun ratet mal wer alles in der Gießener Anwaltskanzlei arbeitet? Bouffier und Gasser! Ist das nicht lustig? Nein? Hey, Bananenrepublik!

25.02. Apropos Feudal-Bananenrepublik! Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein Mitbetreiber der Schwarzgeldkonten der hessischen CDU und Erfinder der „jüdischen Vermächtnisse“ Lügen ist endlich abgekratzt! Aber das nur nebenbei…

25.02. Der Frankfurter Blood & Honour Prozess endet mit Bewährungsstrafen für die beiden Nazis aus Langgöns (bei Gießen) und Neuberg (bei Hanau). Offensichtlich war das Nicht-Interesse des Gerichts an der Struktur und weiteren Straftaten der Angeklagten, so wurden letztendlich nur Lapalien abgehandelt ohne auf Netzwerkstrukturen einzugehen.

27.02. In Neu Isenburg protestieren 120 Leute gegen die Einführung des neuen Landrates Oliver Quilling (CDU) und die AG Wolfahrt des Landkreises. Die AG Wolfahrt war in der Vergangenheit wiederholt in die Kritik als Instrument der rassistischen Abschiebebürokratie geraten. Ob der ungewollten Aufmerksamkeit der Menschenjäger kündigte Quilling in der Folge an die AG Wolfahrt aufzulösen. Das die Bürokraten aber auch in Zukunft ähnlich weiter arbeiten werden (und sich dafür ein neuen Namen geben werden) dürfte auf der Hand liegen! Abschiebemaschienerie lahmlegen!

27.02. In Büdingen-Orleshausen, in der Wetterau, findet der NPD Hessenkongress statt. Etwa 100 Nazis treffen sich dafür im Landgasthof Schroth um schlechten Reden und langweiligem Laientheater zu frönen. Leider kommt es an diesem Tag zu keiner größeren Antifamobiliesierung, u.a. weil eine Fakemobilisierung Antifas in die Region Offenbach gelotst hatte.

28.02. Wieder mal Deutscher Opernball in Frankfurt! Nicht anwesend waren diesmal Peter Protest und Ayse Aufstand, dafür aber hat der Veranstalter etwa 30 Claqueure angeheuert, die auf dem Opernplatzt in normaler Straßenkleidung, den Stars und Wichtigen zujubeln! Peinlich, peinlich diese Veranstaltung!

01.03. Orkantief Xynthia bläst am Frankfurter Knast eine 6 Meter hohe provisorische Außenmauer um! Die Baulücke wird in den folgenden Tagen von MP bewaffneten Bullen bewacht.

05.03. Auf das Haus eines bekannten Nazi Gegners in Wetzlar wird von Neonazis ein Brandanschlag mit einem Molotov Cocktail verübt. Zum Glück kaum Schaden, doch macht der personifizierte Anschlag von Nazis den Aufbau antifaschistischer Selbstschutzstrukturen deutlich.

09.03. Vor dem Frankfurter Landgericht beginnt ein Prozess gegen einen polnischen Mann, der versuchte sich im Knast Höchst durch Selbstverbrennung zu töten. Durch die Rauchentwicklung in seiner Zelle erlitten drei Knastbullen leichte Rauchvergiftungen und verklagten den Knacki.

11.03. Aktion gegen Arbeitsamt Frankfurt Nord ( Hey Leute, wenn ihr schon was schreibt dann sagt uns doch auch bitte welches denn das andere Arbeitsamt war…)

11.03. Die Frankfurter NPD hat mal wieder ein Thema gefunden – das Abbrennen von Autos durch linke Chaoten! Der Römeranfrage antwortete der Bullensprecher Linker auch brav und weiß von 20 abgebrannten Fahrzeugen zu berichten, aber nur drei seien politisch motiviert gewesen – in der Zeit seit 2001 habe es neun politisch motivierte brennende Autos gegeben. Von Berliner Verhältnissen könne also keine Rede sein…

12.03. Das Frankfurter Landgericht verknackt drei junge Männer , die in der Friedrichsdorfer Obdachlosen Containerunterkunft einen 24jährigen stundenlang brutal folterten und ermordeten. Der Hauptangeklagte gibt sein Statement mit einem Sweatshirt der Böhsen Onkelz zum besten „gehasst, verdammt, vergöttert“! Womöglich kann er in seinem Knastaufenthalt ja auch seinen Guru Onkelz-Sänger Kevin Russel treffen, der ja ähnlich feige mittlerweile sogar durch die DNA Spuren des verloren gegangenen Gebisses im Airbag seines Autos überführt wurde (s. Letzte Chronik)

Short URL



Wer ist online

Zur Zeit sind 0 Benutzer und 2 Gäste online.

linksnavigator_logo.png

Archiv - nach Monat