Presseinformation zum Antimilitaristischen Empfang bei der Hauptversammlung der Post AG in Frankfurt/Main am Mittwoch 28.04.2010

Zur morgen stattfindenen Hauptversammlung der Deutsche Post AG in der Frankfurter Jahrhunderthalle kündigte die Initiative Zivile Post einen Antimilitaristischen Empfang an. Mit Sekt, Selters und Informationen will die Initiative bei der Hauptversammlung der Deutschen Post / DHL die Aktionäre des Konzerns begrüßen. Mit dabei ist auch der Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

Presseinformation

Antimilitaristischer Empfang bei der Hauptversammlung der am Mittwoch 28.04.2010, 10 Uhr, Jahrhunderthalle, Pfaffenwiese

Mit Sekt, Selters und Informationen will die Initiative "Unternehmen Zivile Post 2011" bei der Hauptversammlung der Deutschen Post / DHL am 28. April die Aktionäre des Konzerns begrüßen. Mit dabei ist auch der Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. "Der Rückzug der Deutschen Post/DHL aus der Bewerbung um den milliardenschweren Zehn-Jahres-Vertrag mit der Bundeswehr ist ein guter Start in den Ausstieg aus dem Kriegsgeschäft", erklärte Anne Ludwig, Sprecherin der Initiative "Zivile Post 2011". Die Deutsche Post DHL hatte im November letzten Jahres ihr Angebot für die Lagerung und den weltweiten Transport von Kriegsgerät in die Einsatzgebiete als chancenreichster Bewerber zurückgezogen, "weil die mit dem Auftrag verbundenen Risiken als zu groß galten". Branchenexperten zufolge könnte das bislang größte Privatisierungs-Vorhaben der Bundeswehr damit ins Wanken geraten. "Wir freuen uns über diesen ersten Schritt hin zu einem Kurswechsel der Konzernleitung und bieten der Deutschen Post / Deutsche Heeres Logistik (DHL) auch weiterhin unsere aktive Unterstützung bei der Transformation in ein ziviles Logistik-Dienstleistungsunternehmen an", erklärte Ludwig.

Der Ruf des Unternehmens habe durch sein militärisches Engagement im allgemeinen und durch die aktive Kriegsbeteiligung im Irak- und Afghanistan-Krieg an der Seite der NATO-Kampftruppen im speziellen großen Schaden genommen. Mit ihrem Vorschlag für eine Unternehmensstrategie "Zivile Post 2011" will die Initiative der Deutschen Post DHL behilflich sein, den vollständigen Rückzug aus der Militär-Logistik zu erreichen und mit der Rückbesinnung auf das zivile Geschäft weiteren Image-Schaden abwenden zu können. Konkrete Vorschläge der Initiative sind die Schließung des Logistikzweigs "Military Affairs Bw/NATO", die Kündigung des seit 2002 bestehenden Vertrags mit der Bundeswehr über den weltweiten Transport leichter militärischer Ausrüstung bis 50kg und die Feldpost, die Einstellung aller Kriegsunterstützenden Maßnahmen im Irak und in Afghanistan und die ausschließlich zivile Nutzung des DHL-Luftfracht-Drehkreuzes am Flughafen Leipzig/Halle. "Wir wollen anlässlich der Jahreshauptversammlung der Deutschen Post DHL in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main gemeinsam mit zahlreichen AntimilitaristInnen und dem Dachverband kritischer Aktionärinnen und Aktionäre den Einstieg des Konzerns in den Ausstieg aus der zivil-militärischen Zusammenarbeit gebührend feiern", kündigt Anne Ludwig an.

Seit der Mobilisierung gegen den NATO-Gipfel in Straßburg im Oktober 2008 steht DHL unter Druck. Zahllose Flugblätter, Aufkleber und Plakate, Kundgebungen vor Postfilialen, olivgrün angemalte Postbriefkästen und mehrere durch Brandanschläge zerstörte Post- und DHL-Fahrzeuge haben dem Konzern zugesetzt. DHL steht in der Öffentlichkeit seitdem für Deutsche Heeres Logistik. Das Logistikunternehmen ist besorgt, dass die Marke "DHL" in der öffentlichen Wahrnehmung mit Kriegsführung verknüpft wird. "Unser Konzept Zivile Post 2011 ist eine klare Alternative zum Kriegsgeschäft des Konzerns", sagt Anne Ludwig.

Initiative "Unternehmen Zivile Post 2011"

Initiative Zivile Post
Antimilitaristisches Aktionskomitee
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