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Antimilitaristischer Pro(te)st mit Sekt & Selters bei der DHL (Swing 164)

Um 9 Uhr morgens startete am 28. April der antimilitaristische Sektempfang vor der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst. Durch ein Spalier von mit Rüstungsgütern bestückten Paketen und Transparenten wurde den Aktionär/innen der Deutschen Post AG die Möglichkeit gegeben auf den Rückzug aus dem Geschäft mit dem Krieg anzustoßen – und sich einzustimmen für die entsprechenden Anträge, die während der Hauptversammlung von den Kritischen Aktionär/innen vorgetragen wurden.

Mit vielen interessierten Aktionär/innen und vom DHL-Catering enttäuschten Schnittchenjäger/innen wurde auf den Einstieg in den Ausstieg aus dem Kriegslogistikgeschäft angestoßen.

Leider ist dieser „Ausstieg“ alles andere als umfassend und daher versammelten sich in und vor der Halle rund 40 Antimilitarist/innen und Kritische Aktionäre der Initiative „Zivile Post 2011“. Diese bemängelten das ungebremste Engagement des Kriegslogistikers für die NATO-Truppen im Irak und in Afghanistan, den weiteren Ausbau des maßgeblich militärisch genutzten DHL-Luftfahrtdrehkreuzes in Leipzig/Halle und die fortgeführten militärischen Logistik-Dienstleistungen für die Bundeswehr.

In der Halle wurde die Rede des Vorstandsvorsitzenden Appel dreimal unterbrochen. Gänzlich unvorbereitet schienen Vorstand und Security als die erste Gruppe von antimilitaristischen Aktionär/innen mit einem Transparent „Kein Geschäft mit dem Krieg“ vor die Bühne trat.

Es dauerte einige Minuten, bis die Aktionär/innen unter „DHL raus aus dem Krieg“ Rufen aus dem Saal gedrängt wurden. Danach folgten zeitversetzt zwei weitere Gruppen.

Der Dachverband der Kritischen Aktionäre unterstützte in seinem folgenden Redebeitrag die Initiative „Zivile Post 2011“ und kritisierte den Rauswurf der Aktionär/innen. Konzernchef Appel reagierte auf den Beitrag mit der unqualifizierten Behauptung, dass die DHL „keine Waffen und keine Munition“ transportieren würde.

Trotz mehrfacher Nachfrage der Presse konnten die Aktivist/innen keinen „Reifenstecher“ und keine „Postauto-Anzünder“ präsentieren. Einig war mensch sich dennoch, dass die logistische Unterstützung von „Militäroperationen“ (Massakern) wie am 4. September letzten Jahres in Kunduz mit 142 Toten deutlich bedauernswerter seien, als die Beschädigung von DHL-Fahrzeugen.

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