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Mini-Mayday in Hanau (Swing 164)

Sie war wieder echt mini mit 80 Beteiligten, die mittlerweile 4. Hanauer Mayday-Parade am Vortag des 1. Mai. Doch die Stimmung war nicht nur dank der Beteiligung der Rhein-Main-Samba-Action-Band ziemlich gut.

Bereits am Vormittag gab es eine Protestkundgebung mit – frei nach Guido Westerwelle – altrömischem Dekadenzgelage vor den Stufen der lokalen Hartz-IV-Behörde. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur das Behördengelände und das gegenüberliegende Gebäude sondern auch Strasse und Bürgersteig mittlerweile einer Privatfirma gehören. Kundgebungen kann das Ordnungsamt dort deshalb nicht mehr genehmigen, die Firma hat quasi Hausrecht und lehnt Proteste gegen ihre Kunden sowieso ab. Infostand und Dekadenzgelage fanden nach Personalienfeststellung dennoch statt, auf einen Prozess zur Frage der Privatisierung öffentlichen Raumes wollen es die AktivistInnen des Hanauer Sozialforums ankommen lassen. Privatisierung war auch das Hauptthema der Nachmittagsparade, denn Hanau steht vor dem völligen Ausverkauf an Privatinvestoren. Auf dem Freiheitsplatz wurde deshalb hoch über dem Busbahnhof ein Transparent gespannt („Freiräume statt Investorenträume“), und die Demonstration endete mit der Beteiligung an einem Nachbarschaftsfest in einem Viertel, das wegen der geplanten Umstrukturierungen vom Abriss bedroht ist. Ende Mai will die Hanauer Stadtverordnetenversammlung über den Investor entscheiden, das Thema dürfte in der Stadt in den nächsten Wochen ein umkämpftes Thema bleiben… siehe auch http://innenstadthanau.blogsport.de

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