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Vom 4. bis 6. Juni: Auf zum Karawane-Festival nach Jena Filmvorführung auf der Konstabler (Swing 164)

Es war noch und wieder ziemlich kalt und die Konstablerwache leerte sich bereits, als das Aktionsbündnis gegen Abschiebungen Anfang April am späteren Abend mit der Open-Air-Vorpremiere des Kurzfilms „Reise ohne Rückkehr“ begann.

Doch sobald der Film anlief, kamen schnell bis zu 50 PassantInnen zusammen, die aufmerksam dem Film folgten, nicht zufällig vor allem Menschen mit Migrationshintergrund. Denn im Film werden – nahezu authentisch entsprechend der offiziellen Aktenlage – die Ereignisse nachgespielt, die 1999 zum Abschiebetod von Aamir Ageeb geführt hatten. Sehr eindrücklich wird so die alltägliche rassistische Brutalität dokumentiert, die bis heute aktuell ist und in Polizeistationen und bei (zunehmenden Charter)Abschiebungen von Betroffenen erlebt wird.

Aufmerksam machen und mobilisieren sollte der Film (der danach auch noch im Faites votre Jeu! gezeigt wurde) einerseits zur Demonstration nach Karlsruhe, wo dann am 8. Mai knapp 1000 Menschen gegen das Rückübernahmeabkommen mit dem Kososo und die von Baden-Baden ausgehenden Sammelabschiebungen von vor allem Roma protestiert haben. Zum zweiten wurde für das Karawane-Festival Anfang Juni in Jena geworben, wo 3 Tage lang ein kulturell-künstlerisches Programm in Planung ist, um vor dem Hintergrund kolonialer Ungerechtigkeit den Toten der Festung Europa zu gedenken. Aus Frankfurt, Darmstadt und Hanau werden jeweils zumindest kleine Gruppen nach Jena fahren und sich an diesem von Flüchtlingsselbstorganisationen initierten Festival beteiligen, weitere Infos über www.linksnavigator.de oder direkt über http://karawane-festival.org

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