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Brandanschlag am AQA- Recyclingzentrum in Nidderau LKWs angezündet aus Protest gegen Ein-Euro-Jobs? (Swing 164)

„Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Dienstag mehrere Lkws auf dem Gelände der kreiseigenen Gesellschaft AQA in Heldenbergen angezündet. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz, der Schaden beträgt weit über 100.000 Euro. Die Polizei geht von politisch motivierter Brandstiftung aus, vermutlich richtet sich der Anschlag gegen den umstrittenen Einsatz von Hartz-IV-Empfängern in Ein-Euro-Jobs. Landrat Pipa zeigt sich entsetzt angesichts der neuen Stufe der Gewalt ….“

So ähnlich hätte mensch eigentlich Mitte März Zeitungsberichte im Main-Kinzig-Kreis erwarten können, aber nichts dergleichen, nicht die kleinste Meldung! Interessant zu sehen, dass auch im Medienzeitalter offensichtlich komplette Nachrichtensperren durchsetzbar sind, wenn lokale Politik und/oder Polizei es wünschen. Dass bei AQA Fahrzeuge abgebrannt sind und noch in der Nacht klar war, dass es sich um (politische) Brandstiftung handelt, haben sicherlich dutzende Feuerwehrleute mitbekommen. Einer von ihnen hatte detailliert und glaubhaft über den Großeinsatz in Privatgesprächen berichtet. Als einige Tage später Zivil-Polizisten bei einer ganzen Liste von Hartz-IV-EmpfängerInnen Alibi-Überprüfungen für die entsprechende Nacht machen wollten und dabei den Brand in Heldenbergen bestätigten, gab es keine Zweifel mehr. Das wirft die Frage auf, warum diese Aktion, zu der es offensichtlich keinen Bekennerbrief gibt, unter keinen Umständen öffentlich werden soll. In den letzten Jahren gab es immer wieder Sabotageaktionen an Gebäuden und Fahrzeugen der AQA, die in Hanau und Main-Kinzig-Kreis nicht nur in Erwerbslosenkreisen als schikanierende Hartz-IV-Bürokratie verrufen ist. Und Politik und Polizei vermuten Racheakte von „Enttäuschten“ , im vorliegenden Fall womöglich von zu Ein-Euro-Jobs verdonnerten ALG-II-BezieherInnen? Wie auch immer: die lokalen Behörden befürchten offensichtlich, dass solch selbstgemachte Sabotage einige Zustimmung erfahren und sich gar verbreiten könnte, wenn es öffentlich wird und sich herumspricht …

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