Auf der Fressgass abends um halbsieben (Swing 183)

Während in Hamburg der Innenausschuss zu HH2112 tagte, versammelten sich am gestrigen Montag, den 06. Januar 2014, gegen 18:30 Uhr rund 200 Menschen an der Alten Oper in Frankfurt am Main, um in Solidarität mit den aktuellen Kämpfen für das Bleiberecht der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“, den Erhalt der Roten Flora, gegen Gentrifizierung und gegen die Kriminalisierung sozialer Kämpfe durch Gefahrengebiete und sonstige Repressionen zu demonstrieren.

Die Spontandemonstration führte entschlossen und kämpferisch über die Einkaufsmeilen Freßgass‘ und Zeil durch die Frankfurter Innenstadt. Begleitet von Feuerwerk und Pyrotechnik wurden mehrere hundert Flyer verteilt und Parolen wie „Kein Tag ohne autonomes Zentrum“, „Kein Mensch ist illegal - Bleiberecht überall!“ und „BRD Bullenstaat – wir haben dich zum Kotzen satt!“ gerufen. Nachdem die Demonstration am Ersten Polizeirevier vorbeizog, versuchte die Polizei mit mehreren BFE-Einsatzfahrzeugen die Demonstration einzuholen, wurde jedoch durch den Bau von Barrikaden und massiven Flaschenbewurf auf Distanz gehalten. An dieser Stelle sei noch mal selbstkritisch angemerkt: überlegt euch doch bitte vorher, wen ihr treffen wollt. Die Flaschen haben zum Teil die eigenen Leute nur sehr knapp verfehlt.
Im Anschluss wurden die Räumlichkeiten des Arbeitsamts und die Geschäftsstelle der Frankfurter SPD in der Fischerfeldstraße mit Steinen angegriffen, entglast und mit Parolen wie „Refugees welcome!“ verziert. Die in Hamburg alleinregierende SPD ist verantwortlich für die rassistischen Kontrollen und die anhaltende Diskriminierung der Refugees. Außerdem steht sie für eine autoritäre Linie gegen soziale Bewegungen und begrüßte ausdrücklich das von der Hamburger Polizei implementierte Gefahrengebiet.
Unserem Wissen nach gab es keine Fest- oder Gewahrsamnahmen. Falls ihr andere Informationen habt, bitte ergänzen. Allerdings nervten die Bullen wohl noch in den angrenzenden Vierteln all jene Leute, die irgendwie „verdächtig“ aussahen.

Gegen die Kriminalisierung sozialer Proteste! Der Widerstand gegen Kapitalismus und Rassismus ist legitim – in Hamburg, Frankfurt und überall!
one struggle, one fight – solidarische Grüße nach Hamburg!

Antira-Aktion gegen CDU

In Frankfurt scheinen die Aktionen gegen staatlichen Rassismus und die deutsche Flüchtlingspolitik nicht abzureissen. Nachdem es letzte Woche Randale bei einer Solidemo gegen die SPD gab, hat es inzwischen auch ein Büro ihres großen Koalitionspartners im Frankfurter Nordend erwischt.
Das CDU-Büro auf der Friedbergerlandstraße ist mit Parolen wie „No one is illegal“, „No Frontex, No Border“ und Anarchiezeichen verziert. Ausserdem wurde das Schild kaputt geschlagen und die Scheiben großzügig mit antirassistischen Aufklebern verziehrt.