Blockupy: Antimilitaristische Aktionen gegen Rüstungskonzerne (Swing 190)

Deutlich über 150 AntimilitaristInnen nutzten die Zeit zwischen Blockaden und Demonstration um die Niederlassungen der Rüstungskonzerne Diehl und ThyssenKrupp in Frankfurt zu besuchen.

In kurzen Reden wurden die militärischen Aktivitäten der Unternehmen dargelegt. Außerdem wurden die Gebäudekomplexe farblich markiert. Die Eingangsbereiche wurden mit antimilitaristischen Transparenten und Spray-Parolen versehen.

Diehl fertigt und vertreibt unter Anderem Lenkflugkörper, Munition und Aufklärungssysteme. Auch die Ausrüstung und Instandsetzung von militärischen Fahrzeugen gehört zum Angebot des Unternehmens. In Frankfurt Heddernheim arbeiten rund 430 MitarbeiterInnen im Bereich Aerospace des Diehl Konzernes. Diese sind spezialisiert auf Avioniksysteme und Beleuchtungskonzepte im Bereich der zivilen und militärischen Luftfahrt. Unter Anderem die Kampfjets „Eurofighter“ und „Phantom F-4“ werden mit diesen Systemen ausgestattet. Vor dem Werk wurde eine kurze Rede gehalten. Außerdem wurde mit Farbe, Transparenten und Dekorelementen das Werksgelände markiert.

Eine unangemeldete Demonstration führte an einer Niederlassung von ThyssenKrupp vorbei. Das traditionsreiche Unternehmen ist seit über 150 Jahren Global Player im Kriegsgeschäft. Ihre Höhepunkte erreichte die Waffenproduktion im 1. und 2. Weltkrieg. Thyssen-Krupp zählt zu den größten Profiteuren des deutschen Faschismus. Heute gehören neben Deutschland Länder wie Pakistan, Südkorea und die Türkei zu den Kunden des Unternehmens. Auch dieses Bürogebäude wurde markiert.

Mit den Aktionen unter dem Label BLOCKWAR soll die Krisenpolitik der Herrschenden, die militärische Aufrüstung und imperialistische Kriege beinhaltet, symbolisch angegriffen werden.