Skip to Content

ANWERBEVERSUCH IN DARMSTADT

ANWERBEVERSUCH IN DARMSTADT

Am vergangenen Sonntag dem 8.6..2008, gegen 20 Uhr erhielt ein Genosse aus Darmstadt einen Anruf auf seinem Handy.
Es meldete sich ein Mann, welcher sich als „Chistoph Krämer“ ausgab (der Name wird sicherlich falsch sein) und wissen wollte, ob er mit Person XY sprechen würde. Dabei nannte er den vollen Namen des Genossen und daß er ja in der linksradikalen Szene zu tun hätte und dort auch kein unbeschriebenes Blatt mehr wäre.
Dieser dachte allerdings, es handele sich um einen schlechten Scherz was dazu führte, daß er ständig lachen musste und den Kopf vom Handy weg drehte. Dadurch bekam er leider nur noch Bruchstücke mit.

Es fiel aber auf jeden Fall noch der Satz, daß „er was verdienen könne“. Wieviel und was dafür zu tun sein, und auch ob es sich um Staatsschutz oder VS handelt ist aufgrund der oben genannten Gründe leider nicht bekannt.

Der Genosse forderte den Anrufer nochmal dazu auf, jetzt endlich zu sagen wer er wirklich sei, worauf dieser wieder oben erwähnten Namen nannte.
Das Gespräch wurde dann kurze Zeit später vom Angerufenen mit den Worten „Ich fühl mich die ganze Zeit ein wenig verarscht, ich leg jetzt auf“ beendet, worauf hin der angebliche Christoph noch schnell meinte, er sollte es sich nochmal überlegen und sie würden sich nochmal melden.

Auch in diesem Fall handelt es sich, wie bei den in den letzten Monaten bekannt gewordenen Fällen im Rhein-Main-Neckar Gebiet (zuletzt vor ein paar Tagen in Heidelberg) um einen langjährigen Aktivisten.

Dies bestätigt weiter unsere Vermutung, daß es sich um eine neue Strategie die Repressionsorgane handelt.
Waren bislang meist junge, unerfahrene oder sich am Rande der „Szene“ bewegende Genossinnen und Genossen Ziel solcher Anwerbeversuche, so scheinen sie dies nun gerade auch bei „älteren“, langjährigen Aktivisten zu versuchen.

Und wie schon beim letzten Versuch geschrieben:

Die Häufigkeit und die ausgewählten Personen der Anwerbeversuche in den letzten 16 Monaten in Frankfurt, Hanau, Darmstadt und Heidelberg kennzeichnen eine neue Qualität und lassen eine nachrichtendienstliche Offensive der Repressionsorgane befürchten.

Wir gehen davon aus, dass es schon weitere Anquatschversuche gegeben hat, von denen wir nichts wissen.
In diesem Zusammenhang fordern wir Betroffene auf, vertrauten Genossinnen und Genossen davon zu erzählen und es öffentlich zu machen.

Nur durch einen öffentlichen politischen Umgang und kollektives Handeln können wir der Repression entgegenwirken.

Der Staat sollte unseren Willen zum Widerstand nicht unterschätzen.

KEINE AUSSAGE BEI POLIZEI UND STAATSANWALTSCHAFT !

KEINE ZUSAMMENARBEIT MIT DEN STAAATLICHEN REPRESSIONSORGANEN !

SOLIDARITÄT IST EINE WAFFE !

ZUSAMMEN KÄMPFEN !

Bunte Hilfe / Rote Hilfe Darmstadt



Wer ist online

Zur Zeit sind 0 Benutzer und 26 Gäste online.

linksnavigator_logo.png

Archiv - nach Monat