"Kein nächstes Opfer!". Mobi-Veranstaltung zum Demonstration am 6.April in Kassel

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23
23. Mär. - 19:00
Cafe KOZ, Meronstr., Campus Bockenheim, Frankfurt
23.03.2017 - 19:00
Cafe KOZ, Meronstr., Campus Bockenheim, Frankfurt

NoBorder Frankfurt und das Aktionsbündnis gegen Abschiebungen Rhein-Main laden ein zur:

Mobi-Veranstaltung in Ffm zur Demo in Kassel "Kein nächstes Opfer!"

Eingeladen sind Mitglieder der Initiative 6. April und des NSU-Tribunals"NSU-Komplex auflösen"

im Vorfeld der Demonstration
am 6. April um 13h in Kassel anlässlich des 11. Todestages von Halit Yozgat im Vorfeld des NSU-Tribunal.

Den Aufruf zur Demo findet ihr hier:

http://nsu-tribunal.de/2017/02/18/aufruf-zur-demo-am-6-4-kein-naechstes-opfer-nsu-kompleksi-dagitilsin/

Auf dem Weg zum Tribunal NSU-Komplex auflösen (17.-21.Mai 2017) laden
wir alle demokratischen, antirassistischen, antifaschisten Gruppen,
Netzwerke und Einzelpersonen nach Kassel ein.

Kassel ist der Ort an dem Halit Yozgat als das 9. Mordopfer des NSU am
06. April 2006 in seinem Internetcafé in Kassel ermordet wurde. Während
der Mordzeit befand sich der damalige Mitarbeiter des hessischen
Verfassungsschutzes Andreas Temme im Internetcafé.

Nur ein Monat nach dem Mord in Dortmund und Kassel organisierte die
Familie Yozgat, zusammen mit der Familie Şimsek und der Familie Kubaşık
den bundesweiten Trauerzug „Kein 10.Opfer“, an dem 4000 Menschen
teilnahmen. Die Route begann am Internetcafé und und endete am Kasseler
Rathaus. Mit Transparenten und Reden wurde bereits vor 11 Jahren auf
einen rassistischen Hintergrund der Taten hingewiesen und die
politischen Vertreter*innen wurden aufgefordert diese Mordserie zu
stoppen und die Täter*innen zu nennen. Die Angehörigen erkannten sehr
früh, dass es hierbei um eine rassistische Mord- und Bombenserie
handelt. Ein Jahr später wurde eine deutsche Polizistin ermordet.
Mit dem Öffentlich-werden des NSU im November 2011 bestätigte sich
dieses migrantisch-situierte Wissen der betroffenen Familien und ihrer
Communities. Der NSU enttarnte sich selbst.

Im NSU-Komplex zeigen sich die Zusammenhänge von Alltagsrassismus,
Rassismus in Institutionen und Behörden (siehe z.B. Racial Profiling der
Polizei) und neonazistischen Gewalttaten. Dies zeigt sich zum Beispiel
in Opfer-Täter-Umkehr, in rassistischer Medienberichterstattung, in
Verbindungen des deutschen Geheimdienstes mit der rechtsextremen Szene,
in der Tatsache, dass Neo-Nazis beim Verfassungsschutz angestellt sind,
dass der Verfassungsschutz das Netzwerk NSU finanzierte, dass Politik
und Behörden Aufklärung verhindern und im Vernichten von Beweismitteln.

Mit den Taten des NSU-Komplexes wurde wir alle – die Gesellschaft der
Vielen – attackiert. Daher müssen wir gemeinsam darauf antworten, denn
der Prozess am OLG in München kann viele der offenen Fragen nicht
verhandeln.

Als Kasseler Initiative 6. April laden wir alle anti-rassistischen,
anti-faschistischen Gruppen zu einer Demo nach Kassel ein: am 6. April
2017 wollen wir das Motto der Trauerdemonstration „Kein 10.Opfer“
aufgreifen. Mit allen solidarischen Begleiter*innen der Familie Yozgat
wollen wir am 6. April zahlreich in Kassel auf die (Halit)straße gehen
und uns ihrer Forderung von vor 11 Jahren anschließen: Kein nächstes Opfer!

Die Demo beginnt um 13:00 am Rathaus Kassel. Gemeinsam werden wir der
Einladung der Familie Yozgat zur Gedenkveranstaltung für Halit am
Halitplatz folgen und dort enden.

Wir bitten euch Fahnen/Symbole eurer Gruppe/Organisation/Partei deswegen
an diesem Tag zu Hause zu lassen.

NSU-Komplex auflösen! Kein nächstes Opfer!

Kontakt

Veranstalter/in: 
NoBorder Frankfurt und das Aktionsbündnis gegen Abschiebungen Rhein-Main

Verweise